Der Reifen war kurz vorm Platzen

Viel zu schwer: Polizei zieht Gefahrgut-Anhänger aus dem Verkehr

München - Der Anhänger war so überladen, dass die Reifen schon an der Karosserie schleiften. Die Polizei hat am Mittwoch ein im Baustellenbereich abgestelltes Fahrzuggespann aus dem Verkehr gezogen.

Zunächst fiel den Polizeibeamten die abgelaufene TÜV-Plakette auf. Deshalb nahmen die Beamten ein im Baustellenbereich abgestelltes Fahrzeuggespann am Mittwochmittag genauer unter die Lupe.

Bei der Kontrolle konnte der Fahrer weder seinen Führerschein noch die beiden Fahrzeugscheine im Original vorzeigen. Und auch der Anhänger machte die Polizisten skeptisch: Er war offensichtlich überladen.

Die beiden hinteren Räder des doppelachsigen Anhängers schleiften bereits so stark an der Karosserie, dass eine Schraube des Anhängeraufbaus eine 1 cm tiefe, "neue" Profilrille in einen der Reifen eingefräst hatte. Beladen war der Anhänger mit Bodenputz, Kleber und Universalverdünner. Teile dieser Ladung sind als Gefahrgut einzustufen.

Wegen der erkennbaren erheblichen Überladung wurde der Anhänger per Abschleppdienst zur Polizeidienststelle verbracht. Dort kam er auf die Waage: Statt der erlaubten 3000 Kilogramm wog der Anhänger 4620 Kilogramm - eine Überladung um 53,3 Prozent. Die Überschreitung der zulässigen Achslast betrug sogar 230 Prozent. Und auch die Ladung war unzureichend gesichert.

Weil der bereits beschädigte Reifen jederzeit hätte platzen können, musste die Ladung des Anhängers auf zwei Firmenfahrzeuge umgeladen werden. Dann konnte die Baustelle weiter beliefert werden.

Dem Fahrer droht ein Bußgeld in Höhe von 1000 Euro und ein Punkt. Der verantwortliche Fahrzeughalter muss ein Bußgeld in ähnlicher Höhe zahlen sowie die Kosten für die Abschleppung übernehmen.

dg

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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