Vier Tramlinien sind beschlossene Sache

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Die neuen Tram-Linien im Münchner Norden, die das Planungsreferat plant, sollen die U-Bahnhöfe Kieferngarten und Am Hart verbinden und einen Anschluss zur Münchner Freiheit bieten, von wo aus die Tram 23 derzeit bis zur Endstation Schwabing Nord am Frankfurter Ring fährt.

München - Mehr Tramlinien und kaum neue U-Bahnlinien: So sehen die Pläne der Stadt für den Öffentlichen Nahverkehr der Zukunft aus. Was neu werden soll:

Am Mittwoch beschloss der Stadtrat die Planung zweier neuen Tramlinien im Münchner Norden, auch die Westtangente in der Fürstenrieder Straße sowie die Tram nach Freiham wurden in den Nahverkehrsplan der Stadt aufgenommen. Die U-Bahnverlängerungen nach Pasing und Daglfing bleiben auf der Warteliste.

Die in Schwabing Nord endende Tram 23 soll künftig bis zum U-Bahnhof Kieferngarten verlängert werden. Eine neue Trambahn soll eine West-Ostverbindung von der U-Bahnstation Am Hart ebenfalls zur U-Bahn Kieferngarten herstellen. Dabei entstehen die neuen Haltestellen Real/Suma, Kollwitzstraße Ost, Bayernkaserne, Paul-Hindemith-Allee und Bernsteinweg sowie Rathenaustraße, Heidemannstraße, Paracelsusstraße und Grusonstraße. Das Planungsreferat schätzt die Baukosten auf 41 Millionen Euro.

Münchens schönste U-Bahnhöfe

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Ebenfalls neu in den Verkehrsplan aufgenommen wurde die neue Tram-Westtangente mit der Liniennummer 22 vom Romanplatz über den Laimer Bahnhof und die Fürstenrieder und Boschetsrieder Straße bis zur U-Bahnstation Aidenbachplatz.

Als weiteres Tramprojekt beschloss der Stadtrat die Verlängerung der 19er Tram von Pasing in einer S-Kurve durch das Neubaugebiet Freiham zum dort ebenfalls geplanten S-Bahnhof. Während die Stadt derzeit vor allem unter dem Argwohn der CSU emsig den Bau neuer Tramlinien vorantreibt, geht es mit den seit Jahren offiziell als „In Planung/In Bau“ eingestuften U-Bahnverlängerungen nach Pasing (U5) und Daglfing (U4) nicht weiter, was die CSU in beiden Fällen gerne sehen würde. Für sie wäre auch eine Verlängerung der U5 bis Freiham die bessere Alternative als die Tramverlängerung.

Doch mit SPD und Grünen konnte man sich darauf einigen, dass man den vom Planungsreferat vorgelegten Nahverkehrsplan mit den neuen Tramlinien „zustimmend zur Kenntnis“ nimmt. Die Verwaltung soll auch den von CSU-Stadtrat Georg Kronawitter vorgeschlagenen Einsatz von Zweirichtungs-Zügen prüfen, damit man künftig auf den Bau der großen Tram-Wendeschleifen verzichten kann.

Johannes Welte

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