Petition im Internet

"Vogler's Jazzbar" kämpft für Gustl Mollath

München - Der Fall Gustl Mollath ist längst ein Politikum. Auch ein Münchner kämpft für den Mann, der seit 2006 in der geschlossenen Psychiatrie in Bayreuth untergebracht ist:

Ein Münchner will Gustl Mollath rehabilitieren: Der Besitzer von "Vogler's Jazzbar" in München, Thomas Vogler, hat eine Online-Petition gestartet, die helfen soll, dass der Fall Mollath wieder aufgenommen und "lückenlos aufgeklärt wird", wie Vogler auf der Seite www.openpetition.de schreibt.

"Der Prozess, der ihm 2006 in Nürnberg gemacht wurde, scheint ein Muster-Beispiel dafür zu sein, wie auch in einem Rechtsstaat Recht gebeugt werden kann, wenn Politik, Wirtschaft und Justiz mit Hilfe von willfährigen Gutachtern dies für opportun erachten", erklärt Vogler. Darum wolle er so viele Unterstützer wie möglich sammeln - und so den Druck auf die Politik erhöhen.

Der Nürnberger Mollath (56) stand 2006 wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung vor Gericht. Er wurde für schuldunfähig und gemeingefährlich erklärt - und gleichzeitig in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass Mollath an paranoiden Wahnvorstellungen leide. Er hatte seine Ex-Frau, eine Beschäftigte der HypoVereinsbank, beschuldigt, sie sei in ein komplexes System von Schwarzgeldverschiebungen verwickelt.

Der Fall drang im November 2012 an die Öffentlichkeit. Es folgten Eilanträge im Landtag, die auch Justizministerin Beate Merk (CSU) in Bedrängnis brachten.

mm

Rubriklistenbild: © dpa- SWR/Report Mainz

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