Aphrodisierende Mischung

Voller Sieg vor Gericht für Schuhbecks Sexwürze

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Sein Sieg vor Gericht macht Alfons Schuhbeck gute Laune. Sei Sexgewürz darf er weiter vertreiben.

München - Eine bessere Werbung kann sich Alfons Schuhbeck kaum vorstellen. Ein Abmahn-Verein verklagte den geschäftstüchtigen Star-Koch, weil dieser ein „Sexgewürz“ im Internet vertreibt. Das Landgericht München I erteilte dem Verband Sozialer Wettbewerb in Berlin eine Abfuhr.

Schuhbeck gewinnt auf ganzer Linie, der VSW muss die kompletten Prozesskosten bezahlen!

Die von Schuhbeck aus Kurkuma, Paprika, Zimt, Knoblauch, Kardamon, Chilli, Ingwer, Koriander, Rodenblüten und Vanille kreierte Mischung täusche nach Ansicht des Klägers eine aphrodisierende Wirkung vor. Falls Schuhbeck das Sexgewürz weiter vertreibe, solle er ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro bezahlen, forderte der VSW.

Die Zivilkammer mit der Vorsitzenden Richterin Monika Rhein gab indessen Schuhbeck Recht: „In einem Umfeld, in der Werbung immer sexbezogener wird, ist der Verbraucher daran gewöhnt, dass Lebensmittel, Getränke und auch Gewürzmischungen mit Anspielungen an Sexualität beworben werden.“ Es handle sich um einen „frivolen Gag“, eine Irreführung der Verbraucher sei nicht zu befürchten.

„Das ist eine erfreuliche Nachricht“, lacht Schuhbeck, der von der tz über seinen Prozess-Erfolg unterrichtet wurde. Essen und Sex passen nach seiner Ansicht doch gut zusammen: „Das Vorspiel beginnt in der Küche. Gutes und gesundes Essen hat ganz bestimmt einen positiven Einfluss auf das Sexualleben.“ Die Würze alleine, das wisse doch jeder, rege freilich noch nicht zum Liebesspiel an: „Wenn einer nur auf das Gewürz vertraut, kann er lange warten.“

E. Unfried

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