2. Stammstrecke: Die vorerst letzten Kläger vor Gericht

München - Sind das die letzten Zweifler? Vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof haben die zwei vorerst letzten Prozesse um den Bau des zweiten S-Bahn-Tunnel begonnen.

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Die Kläger sind Eigentümer von Häusern am Mittelabschnitt der Strecke, der als erster gebaut werden soll. Der Tunnel soll im Bereich ihrer Anwesen näher an der Oberfläche verlaufen als auf der übrigen Strecke - die Hauseigentümer befürchten deshalb starke Erschütterungen der Gebäude.

In dem Verfahren geht es nicht um den Planfeststellungsbeschluss für die Strecke. Auch die Trassenwahl wurde nicht beanstandet. Die Kläger wollen aber prüfen lassen, ob die befürchteten Erschütterungen durch den S-Bahnverkehr mit technischen Mitteln verhindert werden können. Andernfalls halten sie eine Entschädigung für angebracht.

Kläger in den anderen Auseinandersetzungen waren Geschäftsleute mit Läden an der Trasse, darunter das Feinkosthaus Dallmayr und der Fürst von Thurn und Taxis. Sie beanstandeten die drohende geschäftsschädigende Lärm- und Schmutzbelästigung während der Bauarbeiten. Der VGH entschied, dass hier nachgebessert werden müsse. In dem laufenden Prozess steht eine Entscheidung noch aus.

dpa

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