Vorsicht vor der Bettel-Mafia!

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München - Taschendiebfahnder beobachteten am Samstag ein 15-Jähriges Mädchen, das Passanten ansprach und um Geld bittete. Die Polizei warnt vor Bettel-Betrügern.

So ein schweres Schicksal. Und dazu dieser bittende Blick aus großen, traurigen Mädchen-Augen. Da müsste man doch ein Unmensch sein, um diesem armen Wesen nicht zu helfen. Und genau von dieser Mitleidsmasche leben sie – die international agierenden Organisationen der Bettelbetrüger: Taschendiebfahnder beobachteten am Samstag mitten im ersten Adventstrubel in der Innenstadt ein 15-Jähriges Mädchen, das in Kirchen und nahe des Weihnachtsmarktes Passanten ansprach.

600 Euro müsse sie unbedingt zusammenkriegen, sagte sie. Für ihr armes, krankes Kind und ein Obdach, weil sie die Miete nicht mehr zahlen könne. Das war natürlich gelogen. Die 15-Jährige hat kein Kind und einen festen Wohnsitz in Wien.

Gleichwohl ist auch sie ein Opfer, weil sie vermutlich ihr ganzes Geld an Hintermänner abgeben muss. Sie hatte 1300 Euro bei sich, die beschlagnahmt wurden. Die Polizei empfiehlt dringend, solchen Betrügern kein Geld zu geben und sich von Spendensammlern die entsprechende Genehmigung des KVR zeigen zu lassen.

dop.

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