Ärzte warnen vor dem Höhepunkt der Schnupfen-Saison

Vorsicht, dieses Virus schlägt zweimal zu!

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Der Rhinovirus schlägt zweimal zu.

München - Verstopfte Nasen, trockener Husten bis hin zu Fieber: München steht in den nächsten Tagen der Höhepunkt der Viren-Saison bevor.

Ärzte beobachten nicht nur einen massiven Anstieg von Infektionen. „Der Verlauf der Krankheit ist in diesem Jahr auch ungewöhnlich schwer“, warnt der Münchner Grippe-Experte Dr. Nikolaus Frühwein. Denn: Heuer gibt’s besonders viele Rückfälle. Das Virus schlägt zweimal zu!

In der Praxis des HNO-Mediziners Dr. Florian Wendl geben sich die Grippe-Kranken inzwischen nahezu die Klinke in die Hand. „Es ist doppelt so voll wie sonst.“ Die Hälfte der Patienten leidet unter den schweren Erkältungs-Symptomen. Aber es kommt noch schlimmer, so Dr. Wendl: „Heuer wird’s jeden dritten Münchner erwischen!“

Schuld daran ist ein besonders gemeiner Erreger aus der Gruppe der Rhinoviren. Normalerweise sorgen die für einen banalen Schnupfen. Der Arzt sagt: Rhinitis. Nach ein paar Tagen ist alles wieder gut. Heuer trifft’s viele schwerer: Zur Schnief-Nase kommen starke Halsschmerzen hinzu – manchen versagt sogar die Stimme.

Besonders tückisch: Viele Patienten fühlen sich wie gewohnt nach drei bis vier Tagen wieder besser. Doch dann legt der Virus erst richtig los. Er schwächt das Immunsystem und öffnet die Pforten für viel schlimmere Bakterien. Es kommt zu einer eitrigen Entzündung der Atemwege, die den Kranken mehrere Wochen lang ans Bett fesseln kann. Dabei besteht die Gefahr, dass Nasen- und Halsschleimhäute dauerhaft geschädigt werden.Die Viren verbreiten sich überall dort, wo sich größere Menschenmengen aufhalten. In der U-Bahn, am Arbeitsplatz, in Kneipen. Dort werden sie durch Körperkontakt oder Tröpfcheninfektion übertragen. „Wirklich davor schützen kann sich niemand“, sagt Dr. Frühwein. Der einzige Tipp: Händeschütteln vermeiden und Hände waschen.

Gegen die Krankheit gibt es keine Medikamente. Man kann nur die Symptome behandeln – Aspirin gegen die Schmerzen und ein Spray für die Nase. Wird dem Patienten ausreichend Ruhe und Wärme gegönnt, ist der grippale Infekt normalerweise nach spätestens zehn Tagen verschwunden.

Diese schwere Erkältung darf man nicht mit der echten Grippe, der Influenza, verwechseln. Da liegt man über Tage mit hohem Fieber flach. Derzeit sind zumindest diese viel gefährlicheren Viren in Bayern nicht besonders aktiv. Die Welle kann aber noch kommen. Dr. Wendl rät: „Vor allem Kleinkinder und ältere Menschen sollten sich unbedingt impfen lassen.“

Quelle: tz

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