Vorsicht! Renten-Räuber sind Serientäter

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Ein Rentner wurde am Mittwoch beim Heimweg von dieser Postbank-Filiale in der Winthirstraße verfolgt

München - Drei Mal in nur zwei Tagen hefteten sich Renten-Räuber an die Fersen ahnungsloser Münchner Senioren. Damit hat die Polizei es nun mit drei Serientätern zu tun, die Opfer in Banken ausspähen und bis zur Haustür verfolgen.

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Der Renten-Raub von Neuhausen

Die Renten-Räuber haben wieder zugeschlagen! Bereits zum dritten Mal in nur zwei Tagen hat diese Bande ältere Menschen beim Geldabholen in der Bank beobachtet, verfolgt und dann in einem günstigen Moment bestohlen. Die Gesamtbeute beträgt bereits fast 6000 Euro. Die Polizei bittet daher speziell Senioren um äußerste Vorsicht bei ihren Bankgeschäften (siehe unten).

Der erste Fall geschah bereits am Mittwoch in Neuhausen. Dort wurde ein Senior (90) in der Postbank in der Winthirstraße beobachtet, als er sich die Rente für sich und seine Frau auszahlen ließ. Dass ihm ab diesem Moment zwei Männer und eine Frau folgten, hat er nicht bemerkt. Als er daheim in der Pötschnerstraße gerade die Haustür aufschließen wollte, trat das Trio auf ihn zu, fragte in gebrochenem Deutsch nach dem Weg zum Bahnhof und wedelte dabei mit einem Stadtplan herum. Urplötzlich bekam der alte Herr einen Stoß, dann rannten die Täter davon – mit dem Geld, das er in einem Umschlag in seine Manteltasche gesteckt hatte.

Genau das gleiche Schicksal ereilte am Donnerstag eine 77-Jährige, die um 9.15 Uhr in der HypoVereinsbank in der Fürstenrieder Straße (Laim) mehrere Hundert Euro für Haushaltsanschaffungen abhob. An der Tür ihres Wohnhauses ganz in der Nähe wurde sie von dem diebischen Trio angesprochen. Wieder wedelten die drei mit einer Straßenkarte und lenkten die Frau so ab, dass sie zu spät merkte, wie ihr das Geldkuvert aus der Tasche gezogen wurde.

Keine zwei Stunden später wurde ein Rentner vor seiner Haustür in der Elisabethstraße (Schwabing) bestohlen. Auch er hatte gegen 11 Uhr in der Postbank in der Agnesstraße mehrere Hundert Euro für Arztrechnungen abgehoben. Auch er wurde von dem Täter-Trio abgelenkt, dass er nicht merkte, wie ihm das Geld aus der Jacke gezogen wurde.

Bei dem Täter-Trio handelt es sich vermutlich um Südländer mit dunklem Teint und dunklen Haaren. Die Frau soll kräftig gebaut und etwa 55 Jahre alt sein. Ihre Begleiter werden auf etwa 35 bzw. 45 Jahre geschätzt. Das Kommissariat 65 für Trickbetrug (Tel. 089/29 10-0) bittet um Hinweise.

Dorita Plange

So schützen Sie sich

Zum Schutz speziell für die älteren Kunden appellierte die Münchner Polizei am Freitag an alle Bankangestellten, die Umgebung vor den Kassen genau im Auge zu behalten und mögliche Verdächtige sofort zu melden. Denn in allen drei Fällen hielt sich mit größter Wahrscheinlichkeit einer der Täter in unmittelbarer Nähe der Opfer auf, als ihnen ihr Geld ausgehändigt wurde. Größere Beträge sollte man sich ohnehin niemals vor aller Augen auszahlen lassen. In allen Banken gibt es zudem Nebenräume, in denen die Diskretion gewahrt bleibt. Die Polizei empfiehlt Senioren, sich die Gefahr bewusst zu machen. Angehörige oder Nachbarn werden Sie gern zur Bank begleiten. Niemals sollten sie sich auf offener Straße von Fremden ansprechen zu lassen. Lassen Sie sie einfach stehen.

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