Vorsicht vor Trick mit den falschen Goldringen

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Ein Angestellter vom Juwelier Taurus zeigt die wertlosen Messingringe, mit denen die Trickbetrüger ihr Geschäft machen

München - Es ist eine Masche, auf die immer mehr Münchner reinfallen: Seit Wochen treiben sich Trickbetrüger in der Stadt herum. Die Ganoven gehen dabei äußerst dreist vor.

Die Masche funktioniert wie folgt: Die Trickbetrüger rempeln Passanten an und heben dann einen glänzenden Ring vom Boden auf, der dem Fußgänger scheinbar heruntergefallen ist.

Der schöne Ring, wie er glänzt – der ist doch sicher aus purem Gold und viel wert. Schließlich ist der Goldpreis gerade so hoch wie nie zuvor …

So gaukeln es die Betrüger ihren Opfern vor. Und wollen dafür einen Finderlohn! Ihre Masche: Was sind schon 50 Euro gegen den Ring?

Und von dem schönen Ring lassen sich viele Münchner wortwörtlich blenden. Doch wer im Glauben an den großen Goldschatz Finderlohn zahlt, wird beim Juwelier ernüchtert: „Es handelt sich um wertlose Messingringe“, sagt Eduard Welsch, Filialleiter im Taurus Edelmetall-Shop am Gärtnerplatz. „In den letzten zwei Wochen kamen zehn Kunden damit zu uns.“

Für Laien ist Gold von Messing nur schwer zu unterscheiden. Dennoch kann man die Fälschung erkennen – etwa am Stempel, der den Feingehalt des Goldes angibt. Die Zahl 585 steht dort für 14 Karat Gold. 24 Karat wären Feingold, das 40 Euro pro Gramm wert ist. „Liegt der Stempelwert höher als 333, ist eine Fälschung sehr wahrscheinlich“, erklärt Welsch.

Attrappen erkenne man auch am Glanz: Ist der Ring etwas matt angelaufen, kann das ein Hinweis auf Messing sein. Nicht alles, was glänzt, ist eben Gold …

Andreas Thieme

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