Wegen Körperverletzung

Vorsitzender der Münchner Pegida verurteilt

Heinz Meyer ist Vorsitzender der Münchner Pegida und nun offiziell vorbestraft. Das Münchner Amtsgericht hat ihn nun in zwei Fällen der Körperverletzung schuldig gesprochen und ihn zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt.

München - Meyer hatte bei einer Pegida-Kundgebung auf dem Marienplatz eine alte Frau zu Boden geschubst und schwer verletzt. Laut Staatsanwalt Florian Weinzierl fließt in die Strafe auch eine weitere Körperverletzung mit ein, die Meyer im Straßenverkehr begangen haben soll. Außerdem soll er bei einer Pegida-Kundgebung ein Video mit Hinrichtungen von russischen Soldaten gezeigt haben. Bereits ab einer Strafe von 90 Tagessätzen ist man vorbestraft.

Gegen den Münchner Pegida-Chef wird außerdem wegen des Verstoßes gegen das Vereinsgesetz ermittelt, wie Weinzierl gestern unserer Zeitung bestätigte. Im Januar 2016 soll Heinz Meyer auf dem Odeonsplatz – ebenfalls bei einer Pegida-Versammlung – ein Siegel des sogenannten Islamischen Staates gezeigt haben. Am schwerwiegendsten fiel bei der Strafzumessung der Fall am Marienplatz ins Gewicht. Eine 75 Jahre alte Frau war offenbar den Lautsprechern zu nahe gekommen. Meyer drückte sie absichtlich zur Seite. Die Rentnerin stürzte daraufhin über eine Metallkiste und zog sich Platzwunden an Stirn und Nase zu. Erst vor einer Woche war Meyer wegen eines Goebbels-Zitats, das er bei einer Kundgebung benutzt hatte, ebenfalls zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

joh

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