Waffe im Waschlappen: 65-Jähriger festgenommen

Fürstenried - Als zwei Polizisten einem 65-Jährigen mitteilten, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorliegt, griff dieser zur Waffe. Durch ihr handlungsschnelles Eingreifen konnten die Beamten eine Katastrophe verhindern.

Den Haftbefehl gegen den Deutschen stellte die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs. Die beiden Polizeibeamten suchten den Mann deshalb am Montag in seiner Wohnung in der Appenzeller Straße auf. Als der Beschuldigte von dem Haftbefehl erfuhr, wurde er zunehmend nervöser, betonte, nicht ins Gefängnis zu gehen.

Plötzlich griff der 65-Jährige in einen Blumentopf und zog einen Waschlappen hervor. Die Beamten erkannten sofort, dass der Lauf eines Revolvers aus der Öffnug ragte. Geistesgegenwärtig konnten sie dem Mann die Waffe aus der Hand schlagen und ihn überwältigen. Glücklicherweise löste sich dabei kein Schuss.

Bei der Waffe handelte es sich um einen sechsschüssigen Revolver, in dem sich vier scharfe Kugeln, Kaliber 38 befanden. Genug um die Beamten und sich selbst schwer zu verletzen oder gar zu töten. Der Mann hatte den Schreckschussrevolver vor über 20 Jahren in Tschechien erworben und anschließend durch Veränderungen am Lauf zu einer tödlichen Schusswaffe umgebaut.

Bei einem ersten Gespräch gab der Deutsche außerdem an, dass er die Waffe gegen sich selbst richten wollte, um der Haft zu entgehen. Die Beamten habe er nicht verletzen wollen.

Rubriklistenbild: © dpa

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