Verliert die CSU Direktmandate?

Wahl-Endspurt eng wie nie: Aktuelle Umfrage sieht Kopf-an-Kopf-Rennen in München

Bundestagswahl 2021 - Stimmzettel mit abgeschnittener Ecke
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Ein Stimmzettel mit einer abgeschnittenen Ecke für die Briefwahl zur Bundestagswahl liegt auf einem Tisch.

Die Bundestagswahl am kommenden Sonntag dürfte die spannendste aller Zeiten werden. Aktuelle Umfragen von Wahlkreisprognose.de sehen in nahezu allen vier Stimmkreisen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus - mit Chancen für alle Kandidaten von CSU, Grünen und SPD auf das Direktmandat.

München - In der bayerischen Landeshauptstadt könnte am Sonntag Geschichte geschrieben werden. Dass ein SPD-Kandidat bei einer Bundestagswahl in der bayerischen Landeshauptstadt ein Direktmandat gewinnt, ist so ungewöhnlich nicht. Axel Berg gelang das im Münchner Norden beispielsweise zuletzt im Jahr 2005. Christoph Moosbauer im Münchner Süden* 1998. Doch am Sonntag nun könnten erstmals Kandidaten der Grünen ein Direktmandat erringen. Das belegen aktuelle Erhebungen der Plattform Wahlkreisprognose.de vom 20. bis 21. September.

Bundestagswahl 2021 in München: Umfrage verheißt Kopf-an-Kopf-Rennen

Demnach hätte derzeit Dieter Janecek von den Grünen die besten Karten im Münchner Westen*. Er führt dem Portal zufolge mit 28 Prozent der Erststimmen vor CSU-Kontrahent Stephan Pilsinger. Der käme aktuell auf 26,5 Prozent der Erststimmen. Aber auch die SPD-Kandidatin Seija Knorr-Köning hätte noch Chancen. Ihr würden 23 Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Lukas Köhler (FDP) käme – Stand jetzt – auf 9,5 Prozent, AfD-Kandidat Paul Podolay würde 5,5 Prozent der Erststimmen erhalten, Linken-Kandidatin Nicole Gohlke vier Prozent.

Deutlicher ist das Bild im Münchner Osten*. CSU-Kandidat Wolfgang Stefinger würde sein Mandat zum dritten Mal in Folge verteidigen. Wahlkreisprognose.de sieht den Bundestagsabgeordneten aktuell bei 29,5 Prozent der Stimmen. Auf dem zweiten Platz liegt Münchens SPD-Chefin Claudia Tausend mit derzeit 25 Prozent. Die Grüne Vaniessa Rashid käme auf 23,5 Prozent. Die Kandidatin der FDP, Daniela Hauck, käme aktuell auf neun Prozent, AfD-Kandidat Wilfried Biedermann auf sechs Prozent. 3,5 Prozent der Wähler würden Julian Zieglmaier (Linke) wählen.

Knappes Rennen im Münchner Norden bahnt sich an

Knapper wird das Rennen im Münchner Norden*. Dort liegt Florian Post (SPD) zwar mit 26 Prozent in der Wählergunst vorne. Doris Wagner von den Grünen ist ihm aber auf den Fersen. Die Umfragen sehen sie bei 25,5 Prozent. CSU-Kandidat Bernhard Loos käme demnach derzeit auf 23 Prozent. Ohne Aussicht auf das Direktmandat wären Daniel Föst (FPD) mit 9,5 Prozent, Petr Bystron (AfD) mit sechs Prozent und Christian Schwarzenberger (Linke) mit 3,5 Prozent.

Und auch im Münchner Süden* bleibt es spannend. Aktuell vorne läge dem Portal zufolge Sebastian Roloff (SPD) mit 27,5 Prozent der Stimmen. CSU-Bundestagsabgeordneter Michael Kuffer käme - Stand jetzt - auf 24 Prozent. Die Kandidatin der Grünen, Jamila Schäfer, würde 21,5 Prozent der Erststimmen erhalten. Abgeschlagen wären FDP-Kandidat Thomas Sattelberger (9,5 Prozent), AfD-Mann Wolfgang Wiehle (sechs Prozent) sowie Kerem Schamberger (Linke) mit 4,5 Prozent. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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