Das Waldrapp-Experiment

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Eines von fünf Waldrapp-Küken, die per Hand aufgezogen werden.

München - In Hellabrunn werden die bedrohten Vögel aufs echte Leben vorbereitet.

Zugegeben: Es mag hübschere Exemplare geben in der internationalen Vogelwelt. Doch muss man in der Welt der Tiere keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, um schützenswert zu sein. Und außerdem haben die Hella­brunner Waldrappe m­ittlerweile eine Riesen-Fangemeinde. Nun ist der hochgradig gefährdete und in Europa längst ausgestorbene Ibisvogel in Hellabrunn Gegenstand eines Forschungsprojekts.

Aus der Wiener Brutkolonie des Tiergartens Schönbrunn sind am 25. Mai fünf Waldrapp-Küken eingetroffen, die nun in München per Hand aufgezogen werden. Hier und später auch im Trainingscamp in Friaul/Italien werden die zahmen Vögel auf eine fliegende, bodengesteuerte Waldrapp-Attrappe trainiert, der sie später folgen sollen. Auf diese Weise wurden trainierte Vögel bereits mithilfe von Ultraleicht-Flugzeugen aus Bayern und Oberösterreich rund um die Alpen bis in die südliche Toskana geführt.

Ab 2012 soll mit den Hellabrunner Vögeln im nördlichen Atlasgebirge in Marokko eine Waldrapp-Kolonie aufgebaut werden. Dort existiert bereits ein Brut- und Forschungszentrum. Vor Ort wird dann genau beobachtet, ob die kostbaren Tiere in dieser Gegend ganzjährig Nahrung finden können.

dop

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