Warnstreik bei Spaten-Franziskaner-Bräu

München - 15 Lastwagen standen Montagmorgen vor der Münchner Spaten-Franziskaner-Bräu und kamen nicht rein, weil die Beschäftigten streiken. Die Tarifverhandlungen sind bis zum Nachmittag ohne Ergebnis geblieben:

Die Gespräche zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Tarifgemeinschaft Bayerischer Brauereien gestalteten sich erwartungsgemäß “eher zäh“, sagte NGG-Landeschef Hans Hartl der Nachrichtenagentur dpa am späten Nachmittag.

Die Verhandlungen hatten am Montagmorgen begleitet von Warnstreiks in einer Münchner Brauerei begonnen. Die Arbeitgeber waren bis zum Nachmittag nicht für eine Stellungnahme zum Fortgang der Gespräche zu erreichen. Ob es doch noch zu einer Einigung kommen wird, war unklar.

Die NGG fordert unter anderem 6 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Die Arbeitgeber haben bisher 1,5 Prozent geboten. Die NGG droht mit Warnstreiks in allen Münchner Brauereien noch vor Ostern, sollten die Arbeitgeber kein besseres Angebot vorlegen.

Am frühen Morgen hatten die Beschäftigten der Frühschicht bei der Münchner Spaten-Franziskaner-Bräu die Arbeit niedergelegt. Erst am Vormittag sollten sie an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

“Vor der Türe stehen 15 Lastwagen, die Bier holen wollen und nicht rein kommen, weil rund 30 Leute auf der Straße stehen“, sagte NGG-Geschäftsführer Freddy Adjan. Bis zum Vormittag sei die Zahl auf rund 100 Streikende in der Frühschicht gewachsen. Mit der Aktion wollte die NGG den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

dpa

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