OB Ude beantwortet tz-Leser-Frage

Warum gibt es keine grüne Partner-Karte?

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Eine Grüne Partner-Karte ist laut OB Christian Ude für den MVV zu teuer

München - OB Christian Ude beantwortet Fragen von tz-Lesern - diesmal wundert sich eine MVV-Nutzerin, weshalb es keine grüne Partner-Karte gibt.

Frage: Viele Paare, auch Rentner, fahren gerne gemeinsam mit der S-Bahn. Es kann aber nur eine Person mit der Grünen Karte zu dem günstigen Tarif fahren. Meine Frage: Warum gibt es noch keine Grüne Partner-Karte? Viele Paare wären sicher dankbar, wenn es die Möglichkeit gäbe, günstig gemeinsam mit der S-Bahn zu fahren.

Elisabeth Steinborn

Antwort: Vielen Dank für Ihre Anregung, deren Realisierung aber nicht so einfach wäre, wie Sie glauben. Der MVV bietet seinen Kunden ein auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Fahrkartensortiment an. So können zum Beispiel Personen ab 60 Jahre, die die öffentlichen Verkehrsmittel nicht in der Hauptverkehrszeit zwischen 6 Uhr und 9 Uhr nutzen müssen, preisgünstig mit der IsarCard60 fahren.

Verglichen mit anderen großen Verkehrsverbünden in Deutschland wie zum Beispiel Berlin, Frankfurt, Hamburg oder Köln, fahren Kunden, die mit einer Zeitkarte einen Monat lang die Verkehrsmittel in einer der Großstädte nutzen möchten, hier in München am Preiswertesten.

Ihre Idee, zusätzlich zum bisherigen Angebot eine ermäßigte Partnerkarte einzuführen, wurde bisher nicht realisiert, da dies zu Einnahmenausfällen in beträchtlicher Höhe bei den Verkehrsunternehmen geführt hätte. Da aber aus wirtschaftlichen Gründen nur eine einnahmenneutrale Lösung realisierbar wäre, würde dies in der Praxis bedeuten, dass die Preise für die Partnerkarte entsprechend hoch sein müssten. Mit der Folge, dass das Angebot nicht zu einem attraktiven Preis angeboten werden könnte und somit nicht am Markt angenommen würde.

Um die Partnerkarte zu einem attraktiven Preis anbieten zu können, müssten die entstehenden Mindereinnahmen bei den Verkehrsunternehmen dann durch die öffentliche Hand oder durch eine allgemeine, zusätzliche Anhebung der Fahrpreise von allen MVV-Fahrgästen ausgeglichen werden. Zusätzliche Preiserhöhungen, die sich zu den jährlichen Preismaßnahmen addieren würden, will der MVV seinen Kunden jedoch nicht zumuten.

Gerne darf ich Ihnen noch mitteilen, dass es MVV-Zeitkartenangebote – mit Ausnahme der Ausbildungstarife und der Isar-Card-Job, auch in übertragbarer Variante gibt. Das heißt: Sollte der Inhaber seine Fahrkarte einmal nicht benötigen, kann eine andere Person im Geltungsbereich der Zeitkarte fahren.

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