Warum sind die Radwege so schlecht?

München - OB Christian Ude beantwortet Fragen von tz-Lesern - dieses Mal geht es um die Qualität der Radwege in München und die Maßnahmen, die die Stadt zur Verbesserung ergreifen will.

Frage:

Viele Straßen und fast alle Fahrradwege sind in einem äußerst schlechten Zustand. Ich habe Angst (trotz Stoßdämpfer am Fahrrad), mir die Wirbel zu brechen. Ich bin ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs. Was werden Sie unternehmen?

Maria Schmidt per E-Mail

Antwort:

So schlecht, wie Sie es empfinden, kann der Zustand eigentlich nicht sein. Das Baureferat teilt mir mit, dass die Rad­wege ebenso wie die Münchner Straßen regelmäßig überprüft und selbstverständlich erforderlichenfalls repariert werden. Bei einem Straßennetz mit circa 2300 km, einem Radverkehrsnetz von circa 900 km Radwegen und rund 10 000 Spartengrabungen jährlich – die meist auch den Radweg betreffen - bitten wir jedoch um Verständnis, dass stadtweit der Sicherstellung der Verkehrssicherheit auf allen Verkehrsflächen eine höhere Priorität eingeräumt werden muss als der alleinigen Verbesserung des Fahrkomforts auf Radwegen.

Dennoch ist es auch Ziel des Baureferates, den Fahrkomfort auf Radwegen zu erhalten und nach Möglichkeit zu optimieren. Seit dem Jahr 2010 erfolgt beispielsweise ein Mal im Quartal (alle drei Monate, d. Red.) eine Befahrung der Radwege mit dem Fahrrad. So wird auch der Fahrkomfort der Wege überprüft und kann damit verstärkt bei der Planung von Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang achtet das Baureferat auch auf den Zustand von Spartengrabungen und speziell auch auf die Qualität von Bordsteinabsenkungen im Auffahrtsbereich von Radwegen.

Sollten Sie Ihren sehr viel negativeren Eindruck mit Beispielen belegen können, müssten Sie mir tatsächlich entsprechende Radwege nennen, die wir dann ­gezielt überprüfen können.

Rubriklistenbild: © Haag

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