Warum wird die Ampel nie abgeschaltet?

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München - Oberbürgermeister Christian Ude beantwortet Fragen der tz-Leser. Diesmal geht es um die Ampeln in München.

Frage: Frage an den Herrn Oberbürgermeister: Warum werden in München die vielen Fußgängerampeln bei Nichtbedarf nicht abgeschaltet? Da gibt es z.B. in der Allacher Straße eine Anlage, die besteht aus sieben einzelnen Ampeln. Der Übergang wird kaum benützt, ist aber mehrmals im Jahr defekt, und eine Reparatur dauert jedesmal mehrere Wochen! In der Zeit schalten sieben Ampeln alle drei Minuten von Grün auf Rot – und das völlig überflüssig! Adi Wimer, Untermenzing

Antwort:

Eine „schlafende“ Lichtzeichenanlage (LZA) ist zunächst „dunkel“ und wird erst nach Betätigung einer Anforderungseinrichtung in Betrieb gesetzt. Diese Betriebsart ist allerdings nur bei reinen Fußgängerschutzanlagen zulässig und wurde in München bislang aus grundsätzlichen Überlegungen nicht angewandt. Eine „schlafende“ LZA wäre im Bereich der Landeshauptstadt München aufgrund der bestehenden technischen Vernetzung aller LZA derzeit nur mit einem unverhältnismäßig hohen Kostenaufwand zu realisieren.

So werden schon seit Jahren alle installierten LZA ausschließlich nur mehr mit energiesparenden LED-Signalgebern bestückt.

Um einen kleinen Vergleich zu geben, welche enormen Energieeinsparungen seit der Einführung der LED-Technik möglich geworden sind, möchten wir die Verbrauchswerte von Standardsignalgebern in konventioneller Technik, mit denen in moderner LED-Technik gegenüberstellen.

Signalgeber „Rot“ in konventioneller Technik: Leistungsaufnahme 100W.

Signalgeber „Rot“ in moderner LED-Technik: Leistungsaufnahme 7W. Es ergibt sich somit eine Reduktion des Stromverbrauchs von rund 93 Prozent!

Sie beklagen, dass eine Fußgängerschutzanlage in der Allacher Straße häufig eine Funktionsstörung aufweist und es relativ lange dauert, bis diese Störung behoben wird. Bei der besagten Fußgängerschutzanlage handelt es sich um eine sogenannte Einzelanlage, die aufgrund ihrer isolierten Lage nicht am Überwachungssystem des Baureferates angeschlossen werden konnte. Somit ist das Baureferat in solchen Fällen auch auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen.

Nur, wenn die Funktionsstörung so schnell wie möglich gemeldet wird, kann das Baureferat auch entsprechend reagieren und die Funktionsstörung umgehend beseitigen. Neben den rein technischen Störungen führt leider auch immer wieder Vandalismus zu Fehlfunktionen bzw. Ausfällen an Lichtzeichenanlagen.

Das Baureferat bittet deshalb die Münchner Bevölkerung um Unterstützung, dass festgestellte Beschädigungen oder Funktionsstörungen an LZA möglichst umgehend an die Störungsstelle des Baureferates gemeldet werden (Tel. 233 962 22, E-Mail: beianruflicht@muenchen.de.).

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