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Was sich Münchens Radfahrer wünschen

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Münchens Radfahrer wünschen sich unter anderem breitere Radwege.
Münchens Radfahrer wünschen sich unter anderem breitere Radwege. © dpa

Münchens Radler wollen auf die Fahrbahn: Die Benutzungspflicht für alle ungeeigneten Radwege muss weg, fordern 32 Prozent der befragten Pedalritter.

Das geht aus einer Abstimmung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) unter seinen Mitgliedern hervor.

Das Ergebnis der Umfrage ist für ADFC-Sprecherin Traudl Schröder ein „kleiner Mosaikstein“ zum städtischen Fahrrad-Glück. Auch in Hamburg habe es Jahre gedauert, bis die Benutzungspflicht für Radwege mehr und mehr aufgehoben wurde. „Es braucht eben lange Überzeugungsarbeit“, sagt Schröder.

Noch säumen in der Landeshauptstadt viele blaue Schilder mit weißem Radfahrer die Straßen: Benutzungspflichtige Radwege sind eher die Regel als die Ausnahme. Dabei würden Mindestkriterien wie die Breite von 1,50 Metern, guter Oberflächenzustand sowie stetige Linienführung oft nicht erfüllt, kritisiert Schröder: In der Praxis scheinen die Meinungen von Radlern und Verkehrsbehörden, wann ein Radweg sicher ist, weit auseinanderzugehen. Schröder: „Viele der benutzungspflichtigen Radwege genügen den Mindestkriterien mitnichten.“

Auch auf der Straße fühlen sich die Radfahrer nicht sicher. Auf dem zweiten Platz (15 Prozent) der ADFC-Abstimmung landete der Wunsch, den Radverkehr zu bevorzugen und „wenigstens gleichwertig mit dem Autoverkehr zu behandeln“. Außerdem möchten die Münchner Radler einen kreuzungsfreien Grünanlagenradweg vom Hauptbahnhof bis Laim. Der Weg ist bereits im Bau und soll in einem zweiten Schritt bis Pasing weitergeführt werden. Die Ergebnisse der Umfrage hat der ADFC nun dem für den Radverkehr zuständigen Bürgermeister Hep Monatzeder vorgelegt – in der Hoffnung, dass der begeisterte Radler handelt …

res

Das ist die Hitparade der Radler-Wünsche

1. Benutzungspflicht für alle ungeeigneten Radwege aufheben (32 Prozent)

2. Radverkehr, weil stadtverträglich, bevorzugen (15 Prozent)

3. Kreuzungsfreier Grünanlagenradweg vom Hauptbahnhof bis Laim (13 Prozent)

4. Enge Radwege verbreitern oder auf die Fahrbahn verlegen (10 Prozent)

5. Ampeln an Hauptrouten fahrradfreundlicher machen (8 Prozent)

6. Öffentlichkeitsarbeit für Gleichberechtigung des Radverkehrs (7 Prozent)

7. Radler und Fußgänger besser trennen (7 Prozent)

8. Kreuzungen an Hauptrouten sicherer gestalten (6 Prozent)

9. Bessere Radverkehrsführung an Baustellen (2 Prozent)

10. Beleuchtung von Grünanlagenradwegen an Hauptrouten (keiner stimmte dafür )

Quelle: tz

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