Umbau, Umzug, Zukunftssorgen

Was wird aus Atomic, Backstage und Cord?

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Die Atomic-Café-Betreiber Roland Schunk (li.) und Christian Heine

München - Droht hier der Kult-K.o.? Gleich drei der bekanntesten Münchner Indie-Clubs müssen im Moment über Umbau, Umzug oder sogar über die ganze Zukunft nachdenken.

Die Rede ist vom Atomic Cafe, vom Cord Club und vom Backstage. Drei Säulen der Nachtkultur, drei Mal ungewisse Zukunft.

Das Atomic Café, seit 15 Jahren eine Institution in der Neuturmstraße, muss Ende 2013 raus. Grund: Der Mietvertrag läuft aus. Wird der legendäre Glitzervorhang, vor dem schon Stars wie Pete Doherty oder Mando Diao gespielt haben, also für immer abgehängt? Nicht, wenn es nach Geschäftsführer Christian Heine geht: „Das Atomic Café wird weiterleben. Wir müssen zwar aus der Location raus, sind aber schon fleißig auf der Suche nach was Neuem.“ Und wer weiß? Vielleicht schadet der Umzug ja nicht, sondern bringt sogar neuen Spaß… Heine: „So ein Wechsel tut doch auch mal gut. Das Konzept mit den Partys und Konzerten bleibt ja das gleiche.“ Momentan wird verhandelt, ob das Atomic Café 2014 in die ehemaligen Räume des Crowns Club um die Ecke zieht. Da sei sich der Vermieter aber noch nicht sicher, ob nochmal Gastronomie reinsoll, so Heine.

Am 25. August feiert der Cord Club in der bisherigen Form Abschied. Vieles wird neu werden in den Räumen im ersten Stock mit Blick auf die Sonnenstraße. Neue Glühbirnenhimmel, neues Musik-Konzept. Das wird wohl zum Beispiel auch das Aus für die kultigen Tabs&Chords-Abende am Donnerstag bedeuten. Insgesamt soll der Cord Club schicker werden.

Im Backstage stellt sich die grundlegende Frage: Was wird aus uns? Betreiber Hans-Georg Stocker sagt: „Alles ist unsicher und 2013 stehen wichtige Entscheidungen an. Wir werden aber auf jeden Fall weiterkämpfen.“ Schon seit Jahren gibt’s Diskussionen über die Backstage-Zukunft. Jetzt, so Stocker, muss er einen Teil des Geländes (Parkplätze) räumen: „Frist ist der 15. August. Ansonsten würde ich keine Baugenehmigung für das geplante neue Gebäude bekommen.“ Stockers Hauptsorge: „Der Kampf um die Flächen hemmt die Kreativität. Das gilt nicht nur fürs Backstage, sondern eigentlich für alle Clubs.“

Joannah Meggersee

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