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„Als Baby verwaist in Garten gefunden“: Auffangstation bittet um Hilfe, um neuen Gast zu versorgen

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Von: Lukas Schierlinger

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Waschbär in München
Dieser Waschbär hat in München einen Platz gefunden. © Auffangstation für Reptilien

Wer will Waschbär-Pate in München werden? Die Auffangstation für Reptilien berichtet von ihrem neuen Bewohner.

München – „Noch etwas scheu schaut unser neuester Gast aus seinem Versteck und beschnuppert uns vorsichtig“, beginnt die Auffangstation für Reptilien ihren Beitrag. Auf Facebook informiert die Münchner Einrichtung über die bewegte Geschichte des hinzugewonnenen Bewohners. Ein kleiner Waschbär hat Zuflucht gefunden in der Auffangstation.

Waschbär in München aufgenommen: „Als Baby verwaist in Garten gefunden“

Er kommt aus einem Tierheim, in dem er seit dem Sommer 2022 gelebt hat. „Zuvor war er als Baby verwaist in einem Garten gefunden worden und dem Tierschutzverein übergeben worden“, ist dem Beitrag zu entnehmen, dem zwei Fotos des Waschbären beigefügt sind.

Wenn noch ein Plätzchen zur Verfügung ist, hilft die Auffangstation in solchen Fällen gerne aus. Doch gerade geht es in den Räumlichkeiten unweit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) eng zu: „Leider sind wir nun mit 14 Waschbären voll ausgelastet.“ Einige der Jungtiere müssen in naher Zukunft kastriert werden, zudem stehen zahlreiche Impfungen an. Die Kosten dafür trägt der eingetragene Verein.

München: Auffangstation für Reptilien sucht Paten für Waschbären

Wie Münchner unterstützen können? „Gerne suchen wir Paten für unsere Waschbären, die uns bei der Versorgung der neugierigen pelzigen Vierbeiner unterstützen“, heißt es im Facebook-Beitrag, unter dem User emotionale Einschätzungen teilen. „Das Schicksal der Waschbären halte ich für besonders dramatisch, da sie ja sehr oft getötet werden als invasive Art. Danke, dass Ihr Euch auch dieser armen Tiere erbarmt“, schreibt eine Frau an die Auffangstation gerichtet.

Können Waschbären eigentlich auch an Privathaushalte vermittelt werden? Grundsätzlich schon. Das Verfahren ist Teil einer EU-Verordnung. Im Netz finden sich dazu zahlreiche Informationen, wie eine Münchnerin berichtet: „Man muss natürlich die Bedingungen aus dem Säugetiergutachten erfüllen, das zum Glück inzwischen auch ein paar Anforderungen hat. Grundsätzlich geht die Aufnahme in Privathaushalt, außerhalb von Bayern besser als hier.“ Komplette „Neuanfänger“ dürften mit einem Antrag jedoch geringe Erfolgsaussichten haben. (lks)

Das Tierheim München sucht nach einem erfahrenen Halter: Schäferhund-Rüde Odin arbeitete als Wachhund, was sich stark in seinem Verhalten widerspiegelt.

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