Politiker prangert Tierquälerei an

Wasser abgelassen: Der qualvolle Tod der Fische

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Da lebt er noch: Ein Fisch im Weiher im Pasing Stadtpark

Münchner - Weil die Stadt im Pasinger Stadtpark aus einem Weiher das Wasser abgelassen hatte, zappelten Dutzende Fische um ihr Leben. Passanten und auch der grüne Stadtrat Florian Vogel ärgern sich.

Lennart Sommer (15) und seine beiden Spezln lieben das Angeln und lernen gerade für die Fischereiprüfung. Umso entsetzter waren sie, als sie am Mittwochnachmittag im Pasinger Stadtpark an den kleinen Weiher kamen: Das Wasser war komplett abgelassen und Dutzende Fische zappelten um ihr Leben!

Die Burschen konnten das nicht mit ansehen. Da rangen große Fische wie Döbel und auch Barsche qualvoll um Luft. „Sie waren sehr aufgewühlt“, berichtet Lennarts Mutter Ingrid Sommer. Also schnappten die drei, was sie noch schnappen konnten, und trugen möglichst viele Fische eigenhändig in die Würm – und retteten einige Tiere, bis es zu dunkel war.

Lennart rief seine Mutter an, die fragte bei der Polizei nach, schließlich rückten zwei Feuerwehrmänner an. Die aber hätten gesagt, sie dürften nicht eingreifen, berichtet Ingrid Sommer. Das mache die Stadt oft so, außerdem werde das Wasser zum Reinigen der Weiher in der Abenddämmerung abgelassen, um kein großes Aufsehen zu erregen. Die Pasingerin beschwerte sich beim Baureferat, bekam aber noch keine Antwort.

Auch den grünen Stadtrat Florian Vogel bat sie um Hilfe. Der will von der Stadt nun wissen, warum die Tiere nicht vor dem Ablassen des Wassers abgefischt werden. „Diese unnötigen Tierqualen müssen umgehend abgestellt werden.“

Am Sonntag war die Mutter selbst vor Ort: Noch immer zappelten Fische in den Pfützen, viele lagen tot auf dem Trockenen.

DAC

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