Kabarettist im Circus Krone

Die Watschn des Urban Priol

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Neues Programm: Urban Priol serviert „Jetzt“ im Circus Krone

München - Wahlen sind dazu da, die (Mehrheits-)Verhältnisse zu ändern – was aber, wenn sie nicht genutzt werden? Genau das lässt Urban Priol seit drei Jahrzehnten die Haare zu Berge stehen.

Wahlen sind dazu da, die (Mehrheits-)Verhältnisse zu ändern – was aber, wenn sie nicht genutzt werden? Genau das lässt Urban Priol seit drei Jahrzehnten die Haare zu Berge stehen – wie jetzt im Circus Krone im neuen Programm Jetzt.

Unübertrefflich, wie der Ex-Anstalts-Leiter in seinem neuen Programm Jetzt auch die frischeste Nachricht satirisch bearbeitet - wie jetzt im Circus Krone. Doch so viel Neue(s) gibt es gar nicht: Aigner, Söder oder Merk in Bayern, Pofalla, Friedrich, von der Leyen im Bund – immer die gleichen „Untoten“. Der 52-Jährige teilt munter aus, seine Lieblingsgegnerin ist stets die Kanzlerin, der er empfiehlt: „Mach doch mal alleine!“ Dann müsste Merkel tun, „was sie acht Jahre lang vermieden hat – regieren!“

Virtuos teilt Priol ans Polit-Personal gut sitzende Watschn aus. Doch der Mann im bunten Hemd führt einen Krieg an zwei Fronten – sein anderer Gegner ist der Bürger, der immer nur die wählt, die er schon kennt, und wenn es sich nur um einen „weißblau lackierten Besenstiel handelt, auf dem CSU draufsteht“. Da kommt Priol richtig in Fahrt, zielt auf die allgemeine Wurstigkeit, geißelt die Fixierung auf Äußerlichkeiten, haut auch den Medien auf die Finger.

Wenn’s um Fakten geht und nicht um Köpfe, ist Priol am stärksten. Er kennt sich auch mit Zahlen aus. Dann wird der Spötter zum (schlechten) Gewissen der Nation.

rog

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