Notruf gegen 17 Uhr

In 2000 Metern Höhe: Münchner machen bei Ausflug plötzlich unangenehme Feststellung - dann folgen aufreibende Stunden

Zwei Münchner werden am Watzmann von einem Hubschrauber gerettet.
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Am Watzmann mussten zwei Münchner einen Notruf absetzen.

Spektakulärer Einsatz auf dem Watzmann: Die Bergwacht Ramsau hat am Montagabend zwei Männer aus München gerettet, die im Schneegestöber vom Weg abgekommen waren.

Watzmann/München - Wie die Bergwacht mitteilt, war das Duo (beide 30 Jahre alt) aus München am 5. Oktober zunächst über den herkömmlichen Weg zum Hocheck aufgestiegen. Doch wegen des schlechten Wetters auf der Rückseite gelangten die beiden Männer immer weiter nach Westen – und letztlich weit ab des Steigs.

In etwa 2000 Meter Höhe hatte sich das Duo auf gefährliches Terrain an einer Felswand oberhalb der Watzmanngrube verlaufen und saß fest. Die Bergwacht spricht von „absturzgefährlich“

Watzmann: Duo aus München gerät bei Bergausflug in Not - Hubschrauber wird eingesetzt

Als gegen 17 Uhr der Notruf einging, war das Hocheck jedoch wieder weitgehend frei von Wolken. Das ermöglichte dem Traunsteiner Rettungshubschrauber Christoph 14 den Einsatz. Die Retter fanden die beiden Münchner und brachten zwei Bergwachtmänner vom Zwischenlandeplatz am Watzmannhaus zur Einsatzstelle. Sie sicherten die Bergsteiger.

Der Heli flog dann in zwei Tau-Aufzügen jeweils einen der Bergsteiger und einen Retter zum Watzmannhaus, wo die frierenden Urlauber trockene Kleidung bekamen und sich aufwärmten. Die Männer hatten sich bei vorangegangenen Stürzen beide leicht an den Händen verletzt, wollten aber die Nacht am Watzmannhaus verbringen. Fünf Ramsauer Bergretter waren bis 19 Uhr im Einsatz. (tz) Erst im August 2020 war es am Watzmann zu einem tödlichen Bergunfall gekommen.

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