Rückstellungen für Isar II

Deshalb machten die SWM 2016 Millionenverluste

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Das Kernkraftwerk Isar II - für die Abwicklung des Meilers stellen die Stadtwerke mehr Geld ab.

München - Satte 164 Millionen Euro, das ist der Verlust, den die Stadtwerke München für das Jahr 2016 ausweisen. Während die SWM das operative Ergebnis steigern konnten, drückt der Atomausstieg auf die Bilanz.

Der Umsatz der SWM hat sich auf 6,3 Milliarden Euro in 2016 leicht verringert, im Jahr davor waren es noch 6,6 Milliarden. Das operative Ergebnis im laufenden Geschäft sei dagegen um knapp zehn Prozent auf 518 Millionen Euro gestiegen, teilte der Konzern mit. Die SWM könne damit die positive Entwicklung aus dem vergangenen Jahr fortsetzen, hieß es. Hierzu hätten sowohl das Stammgeschäft als auch die erneuerbaren Energien beigetragen. 

Trotz der boomenden erneuerbaren Energien gibt es einen dicken Wermutstropfen im Jahresabschluss: Die Erhöhung der Rückstellungen für das Kernkraftwerk Isar II um 192 Millionen Euro. Ohne diese Belastung wäre das Konzernergebnis nach Steuern leicht positiv. Der Atomausstieg schlägt hier negativ zu Buche.

1,19 Milliarden Euro an Investitionen

An die Landeshauptstadt schüttet die Stadtwerke München GmbH 100 Millionen Euro in den städtischen Haushalt aus. Die Brutto-Investitionen lägen mit 1,19 Milliarden Euro im Jahr 2016 weiterhin auf einem „außerordentlich hohen Niveau“, hieß es weiter. Investiert werde vor allem in Gasgewinnung, erneuerbare Energien und die traditionelle Versorgung. Geld fließt zudem in neue U-Bahnen- und Tramzüge, Busse, das Glasfasernetz und in die SWM-Bäder.

Marktumfeld bleibt schwierig

Beim Ausblick in die Zukunft spricht die SMW von einem schwierigen Marktumfeld. So hätten beispielsweise RWE für das Geschäftsjahr 2016 mit 5,7 Milliarden Euro und E.ON mit 16 Milliarden Euro die höchsten Verluste ihrer Firmengeschichte auszuweisen. Deshalb seien „verstärkte Anstrengungen zur Ergebnisverbesserung notwendig“. Denn es stehen für die Stadtwerke beim Verkehr hohe Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur und der Fahrzeugflotte an. Zudem werden die Bädersanierungen fortgesetzt - etwa mit der Großsanierung der Olympia-Schwimmhalle und des Cosimawellenbads

Trotzdem gehen die Stadtwerke davon aus, dass in den kommenden Jahren weiter ein „stabiles operatives Ergebnis“ erwirtschaftet werden kann. Nach Steuern soll auch das Konzernergebnis künftig wieder positiv sein.

mb

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