Weil Laudator Frankenberger Hausverbot hat

Von Quast pfeift auf den Würmesia-Orden

+
Sebastian Frankenberger (kl. Bild unten) hätte als Laudator von Veronika von Quast fungieren sollen.

München - Riesenwirbel um einen Faschingsorden für Veronika von Quast. Weil ihr Laudator Sebastian Frankenberger am Verleihungsort Hausverbot hat, lehnt Komikerin Veronika von Quast den Preis ab.

Fasching, das wissen wir spätestens seit Gerhard Polt, kann bierernst sein. Wir wollen Ihnen dieses denkbar unstaade Stück nicht vorenthalten, liebe Leser – auch wenn Weihnachten ist.

Los ging’s ganz harmonisch wie eine Stille Nacht. Doch dann kam die Münchner Komikerin und Schauspielerin Veronika von Quast (66) in den emotionalen Wettersturz. Die Narren der Würmesia wollten ihr Anfang Januar den Ehrenpreis Der große Moriske 2012/13 verleihen, doch ihren Laudator, den wollten sie nicht. Denn der wäre Sebastian Frankenberger gewesen, der alle Raucher zum Rauchen brachte, weil sie nicht mehr in Wirtschaften rauchen dürfen. Und der hat Hausverbot bei Georg Heides Gastwirtschaft Heide-Volm in Planegg, wo die Preisverleihung über die Bühne gegangen wäre.

Folge: Frankenberger darf nicht reden, und Veronika von Quast schäumt.

„Für mich ist dieser Preis gegessen. Aus! Vorbei!“, sagt sie empört der tz. „Wenn die blöden Raucher nicht zum Volksentscheid gehen, dann brauchen sie sich nicht wundern. Wenn jemand Hausverbot bekommt, dann hört der Spaß einfach auf.“

Bei der Würmesia ist man enttäuscht, aber will’s nicht ändern. „Ich habe noch versucht, den Wirt zu überzeugen, aber umsonst. Wir sind fest mit ihm verbunden“, sagt Präsident Hans Kolß dem Münchner Merkur. Doch weil der Preis Alle Jahre wieder verliehen wird, wurde Ersatz gefunden: der Künstler Josef Wahl, München.

Nicht die erste Wahl also, aber Wirt Georg Heide sieht’s gelassen. „Ich habe dem Herrn Frankenberger einen netten Brief geschrieben, in dem steht, dass ich kein Einsehen habe, dass durch ihn das Rauchverbot durchgegangen ist“, sagt er. „Schade, dass das so breitgetreten wird.“

Einen Brief kann Heide übrigens auch von Frankenberger erwarten. Der hat es satt, noch nach zweieinhalb Jahren zum kollektiven Sündenbock gestempelt zu werden. „Ich prüfe rechtliche Schritte. Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Münchner Wirte mich aussperren. Ich glaube, dass sich die Wirte da zusammengeschlossen haben“, vermutet er in der tz. Wenn der 31-jährige Passauer mittlerweile ausgehe, dann nur noch in Österreich, sagt er zerknirscht.

Fazit: O du fröhliche Narrenszeit wird am 5. Januar 2013 bei der Wahl-Wahl auf Biegen und Brechen über die Bühne gehen. Dennoch: Es ist ein Kloß entsprungen, und der sitzt tief – im Halse Frankenbergers und von Quasts.

Matthias Bieber

Auch interessant

Meistgelesen

U-Bahn-Attacke: Kolumbianische Studenten von Trio verprügelt
U-Bahn-Attacke: Kolumbianische Studenten von Trio verprügelt
Münchnerin (20) belästigt, begrapscht und beklaut
Münchnerin (20) belästigt, begrapscht und beklaut
Nach Hunde-Attacke: Jetzt spricht die Mutter von Isabelle (6)
Nach Hunde-Attacke: Jetzt spricht die Mutter von Isabelle (6)

Kommentare