Kosten für Sicherheit sollen gesenkt werden

Bayern-Meisterfeier: Stadt plant Änderungen

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Party vorm Rathaus: die FC-Bayern-Meisterfeier 2016. 

München - Die Stadt möchte die Organisation für die Meisterfeiern des FC Bayern am Marienplatz vereinfachen – auch, um die Kosten zu reduzieren.

Dabei geht es vor allem um die Kosten für die notwendigen Sicherheitsdienstleistungen. Im Vorjahr hatte es Irritationen gegeben, weil die kurzfristig anberaumte Doublefeier des FC Bayern die Stadt viel teurer als üblich zu stehen kam. Erstmals wurde dem deutschen Rekordmeister daher eine 50-prozentige Beteiligung an den Gesamtkosten in Höhe von 600.000 Euro in Rechnung gestellt. Das soll nicht mehr passieren.

Wie viel der Vertrag kosten wird, ist nicht bekannt

Um nicht noch einmal in eine finanzielle Bredouille zu kommen, will die Stadt bis zum Abschluss der Fußballsaison 2020 mit einem Sicherheitsunternehmen einen Rahmenvertrag abschließen. Je nach Bedarf können die Dienstleistungen dann abgerufen werden. Die Ausschreibung soll der Stadtrat am Donnerstag während der Sitzung des Kommunalausschusses beschließen, im April dann der Auftrag vergeben werden. Für die Abwicklung der Feiern am Marienplatz, zu denen in den vergangenen Jahren jeweils etwa 20.000 Menschen kamen, sind etwa 280 Ordnungskräfte notwendig. Unter anderem müssen Notausgänge freigehalten, Absperrgitter aufgestellt, Taschen kontrolliert und das Glasverbot durchgesetzt werden.

Stadt steht zu den Feiern am Rathaus

Wie viel Geld die Stadt für den Dienstleistungsvertrag bis 2020 ausgeben wird, ist nicht bekannt. Klar ist nur, dass die Summe über dem Schwellenwert von 750.000 Euro liegt, weil der Stadtrat befasst werden muss. Die Summe dürfte vermutlich im Millionenbereich liegen. Im Vorjahr hatten nämlich allein Meister- und Doublefeier des FC Bayern zusammengenommen bereits 900.000 Euro gekostet. Die großen Stadtratsfraktionen von SPD, CSU und Grünen lassen im Übrigen keinen Zweifel daran, an der Tradition der Siegesfeiern, zu denen der Oberbürgermeister auf den Rathausbalkon lädt, festzuhalten.

So feiert der FC Bayern! Müller und Ribéry als Vorsänger

Theoretisch profitieren ja auch andere Vereine von dieser Regelung. Bloß hatte zum Beispiel der TSV 1860 in den vergangenen Jahrzehnten nur einige Aufstiege zu feiern, die Bayern hingegen zig Titel. SPD-Fraktionschef Alexander Reissl steht zu den Veranstaltungen für die Fans am Marienplatz: „Wir sind der Meinung, dass bei einer Einladung der Einladende zahlt und nicht der Eingeladene. Das gilt für den FC Bayern, aber auch genauso für andere Vereine.“ Auch die sportpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionschefin der CSU, Kristina Frank, betonte: „Wir wollen diese gute alte Tradition aufrechterhalten.“ Falls wie im Vorjahr eine spontane Feier höhere Kosten verursache, müsse eben – wie damals geschehen – flexibel reagiert werden.

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Klaus Vick

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