Kirche und Stadt setzen Zeichen

Wegen Pegida: München will nicht mehr leuchten

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Zu der Demo werden über 10.000 Menschen erwartet.

München - Am Samstag haben es 35.000 Menschen in Dresden vorgemacht, am Montag will München ein Zeichen setzen – für eine bunte und tolerante Stadt, gegen Hass und Hetze!

Update vom 12. Januar: Die Vereinigung "München ist bunt" hat bereits für 17.30 Uhr zur großen Gegendemonstration am Sendlinger Tor aufgerufen. Tausende haben in den sozialen Netzwerken bereits ihre Teilnahme zugesichert. Wir berichten in unserem Live-Ticker von den Pegida-, Bagida-, Muegida- und "München ist bunt"-Demonstrationen.

Die Anti-Pegida-Demo am Sendlinger Tor bekommt immer mehr Zuspruch, jetzt warten die Veranstalter auch mit Promis aus Musik und Kultur auf. Sie wollen den fast zeitgleichen ersten Aufmarsch des bayerischen Pegida-Ablegers Bagida an gleicher Stelle in den Schatten stellen – bei der Zahl der Teilnehmer und wortwörtlich. Kirche und Stadt wollen Pegida das Licht ausschalten!

Dunkel bleiben wird die Matthäuskirche, die Stadtverwaltung prüft weitere Abschaltungen etwa von Sendlinger Tor, Justizpalast, Brunnen und Karlstor am Stachus, zu dem Pegida pilgern will. „Wir wollen alles abschalten, was wir abschalten können“, sagt TV-Anwalt und Stadtrat Christian Vorländer (SPD) als Mitveranstalter der Anti-Pegida-Demo. „Wir erwarten weit über 10 000 Menschen“, sagt Vorländer. Tatsächlich hatten bis Sonntag Nachmittag schon fast 10 000 Menschen im Internet zugesagt, dass sie gegen Pegida auf die Straße gehen wollen. Bei der ersten Demo vor Weihnachten waren mehr als 15 000 Münchnern an die Staatsoper gekommen.

Das Flüchtlingsprojekt Bellevue di Monaco um Kleinkunst-König Till Hofmann stemmt wieder das Musikprogramm. Angekündigt sind etwa die Well-Brüder (Ex-Biermösl-Blosn) und ein Chor mit Sportis-Sänger Peter Brugger, Kabarettist Hannes Ringl-stetter und Regisseur Marcus H. Rosenmüller. Nach dem Terror in Paris wird gegen islamistische Gewalt, aber erst recht gegen die Stimmungsmache gegen Muslime protestiert.

Für die Pegida-Anhänger dürfte der Platz knapp werden: Sie treffen sich erst um 18.30 Uhr am Tram-Rondell am Sendlinger Tor – also eine Stunde nachdem Tausende Gegendemonstranten das Sendlinger Tor bereits belagern. Rund 1100 haben im Internet ihr Kommen zugesagt.

Eng wird es in jedem Fall für Münchner, die nicht zu den Demos wollen: Tramlinien und Straßen dürften für Stunden blockiert sein. Polizei-Vize Robert Kopp rät, Erledigungen in der Innenstadt lieber zu verschieben!

dac

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