Matthias Bagada

Wegen Schlägen auf der Wiesn: Selfie-König will Schmerzensgeld

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Selfie-König Matthias Bagada mit Veronica Ferres.

Selfie-König Matthias Bagada soll 2015 auf der Wiesn attackiert worden sein - jetzt zieht er vor Gericht.

München - Er hatte sie alle! Superstar Paris Hilton. Ministerpräsident Horst Seehofer. Schauspiel-Ikone Veronica Ferres. Und auch Frauenschwarm Elyas M’Barek konnte ihm nicht entkommen – ebensowenig wie Uschi Glas. Sie alle lächeln neben Matthias Bagada auf Fotos, die er selbst mit seinem Handy gemacht hat – er ist Münchens Selfie-König.

Doch schon übermorgen hat der bekannte Niederbayer einen Termin, bei dem ihm gar nicht zum Lachen ist: Vor dem Amtsgericht klagt er auf Schmerzensgeld.

Der Hintergrund: Während der Wiesn 2015 hatte Matthias Bagada im Käferzelt gefeiert – wie immer suchte er die Nähe von von Promis und Politikern. Vor dem Zelt kam es dann zu einer Auseinandersetzung mit einem anderen Wiesn-Gast, bei der Bagada verletzt wurde.„Ich wurde grundlos angegriffen“, sagt er.

Anwalt berichtet von Streit um Taxi

Auf tz-Anfrage gibt sein Anwalt Hans-Wolfgang Schnupfhagn Einblicke in den Fall. „Herr Bagada ist auf dem Heimweg an einer Gruppe Personen vorbeigegangen. Offensichtlich hatten sie den Eindruck, dass er sich auf der Suche nach einem Taxi vordrängeln wollte.“ Es kam zu gegenseitigen Beleidigungen – und zu einem folgenschweren Streit.

„Einer der Männer hat mir dann gedroht und mich über zwei Straßenzüge hinweg verfolgt“, sagt Matthias Bagada. „Die Polizisten haben zugeschaut, wie ich zusammengeschlagen wurde – und nichts unternommen. Das war für mich das Schlimmste.“ Bei der Attacke hatte Bagada Schürfwunden und Prellungen erlitten, sagt Rechtsanwalt Schnupfhagn. Am Donnerstag kommt es zur Anhörung.

Dort geht es Matthias Bagada vor allem um Gerechtigkeit. „Er empfindet es als großes Unrecht, was ihm widerfahren ist. Es geht ihm aber nicht ums Geld. Die Höhe des Schmerzensgeldanspruchs stellen wir in das Ermessen des Gerichts“, so der Anwalt.

Gegenüber der Polizei haben die betroffenen Männer die Taten bisher bestritten, nur einer von ihnen ist offiziell beklagt. Jetzt treffen die Streithähne vor Gericht wieder aufeinander, rund zwei Jahre nach dem ursprünglichen Vorfall auf der Wiesn.

Andreas Thieme

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