Weggesperrt! Opfer sollte verbrennen

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Gefahr für die Allgemeinheit: Wolfgang H. (46)

München - Als Gefahr für die Allgemeinheit wird Wolfgang H. für unbestimmte Zeit in die Psychiatrie eingewiesen. Diese Urteil verhängte am Freitag die 2. Strafkammer des Landgerichts.

Der 46-Jährige hatte den Hausmeister in seinem Mietshaus an der Westendstraße mit einer Stange niedergeschlagen und anschließend mit Spiritus überschüttet. In einem verzweifelten Kampf konnte Christos B. verhindern, dass der Täter ihn anzündete!

Die Richter begründeten die Unterbringung des 46-Jährigen unter anderem mit dessen Uneinsichtigkeit. Der arbeitslose Maschinenschlosser leidet laut psychiatrischem Gutachten unter wahnhaften Störungen. Er gilt deshalb als schuldunfähig. Es bestehe ein gesteigertes Rückfall-Risiko, so das Gericht.

Wolfgang H. hat dem Urteil zufolge den Hausmeister für sein Scheitern im Leben verantwortlich gemacht. Am 19. Dezember 2011 klingelte er bei dem Opfer, schlug dem 66-Jährigen einen Schlagstock auf den Kopf und übergoss ihn mit Bioethanol. Christos B. konnte seinen Angreifer am Anzünden des Kraftstoffs hindern und sich zu einem Nachbarn retten.

Der 46-Jährige bestritt im Prozess die Mordabsicht, wurde aber durch die Zeugenaussagen widerlegt. Opfer Christos B. leidet bis heute unter der Attacke, er muss psychologisch betreut werden.

tz

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