Chaos auf der Stammstrecke

Weichenschaden bremst Münchner S-Bahn aus - Streckensperrung nötig

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Auf der S-Bahn-Stammstrecke in München herrscht Chaos.

Wegen eines gebrochenen Weichenteils muss die S-Bahn-Stammstrecke quer durch die Münchner Innenstadt gesperrt werden.

München - Techniker prüften, ob damit bis zur nächsten planmäßigen Betriebsruhe in der Nacht zu Mittwoch gewartet werden könne, teilte die Deutsche Bahn am Dienstagmorgen mit. Tausende Berufspendler, Touristen und Bahnreisende bekamen die Folgen schon da zu spüren.

Auf der Stammstrecke konnten die Bahnen im Bereich der Hackerbrücke nur eingleisig fahren, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte. „Wir bekommen nur die Hälfte der Züge durch.“ Nur drei der sieben Linien (S2, S3, S4) konnten durchgehend auf der Stammstrecke verkehren - allerdings mit gedrosseltem Tempo. Verspätungen, Umleitungen und Zugausfälle wurden unvermeidbar.

Alle Informationen zum Chaos finden Sie in unserem News-Ticker.

Ruhender Verkehr unausweichlich

Für den aufwendigen Austausch der Weiche sei es unausweichlich, dass der Verkehr auf der Stammstrecke ruht. Die Münchner S-Bahn informierte Fahrgäste etwa via Internet über Einschränkungen.

Derzeit wird in der bayerischen Landeshauptstadt an einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke gearbeitet. Sie soll von 2026 an die Kapazitäten der chronisch überlasteten Hauptstrecke durch die Innenstadt fast verdoppeln. Derzeit werden rund 840 000 Fahrgäste pro Tag befördert. Der Bau der zweiten Route ist derzeit das größte Verkehrsprojekt in Bayern. Die Kosten wurden mit 3,85 Milliarden Euro veranschlagt.

dpa

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