Eindringlicher Hinweis für Kunden

Weihnachtsrabatte? Unübersichtliche Szenen in Münchner Shopping-Center - Polizei muss „ein wenig eingreifen“

Vor den Geschäften in der Münchner Innenstadt bilden sich lange Schlangen.
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Warten - aber bitte mit Abstand: Schlange stehen am Samstag in der Fußgängerzone - das Weihnachtsgeschäft beginnt.

In München ist spätestens seit dem Black Friday das Weihnachtsgeschäft eingeläutet. Und es wird auch in der Corona-Krise fleißig eingekauft. Die Polizei ist besonders aufmerksam.

  • Am ersten Adventswochenende strömten viele Münchner zum Einkaufen in die Geschäfte.
  • Die Polizei achtete dabei bei Menschenansammlungen auf die Einhaltung der Corona-Regeln.
  • Ein bekanntes Shoppingcenter musste sogar zeitweise seine Haupteingangstür schließen.

München - Der Advent ist da, das erste Lichterl brennt - und auch die Initialzündung im Einzelhandel ist geschafft. Das Weihnachtsgeschäft nimmt Fahrt auf: Der Handelsverband rechnet in den Wochen bis zum Heiligen Abend heuer mit rund 2,3 Millionen Euro Umsatz in München*, sagt Sprecher Bernd Ohlmann. Tatsächlich gab es am Samstag einen Ansturm auf die Geschäfte in der Fußgängerzone. Teils bildeten sich lange Schlangen vor den Türen, weil die Anzahl von Kunden im Geschäft beschränkt ist.

München: Weihnachtsgeschäft startet - Eingangstür im Pep wird geschlossen

Im Einkaufscenter Pep in Neuperlach war laut Polizei* sogar so viel los, dass die Haupteingangstür zeitweise geschlossen werden musste. „Vor den Geschäften gab es entsprechend lange Schlangen, bei denen teilweise die Abstände nicht eingehalten wurden“, sagt Polizeisprecher Werner Kraus. „Da mussten wir ein wenig eingreifen und die Leute darauf hinweisen…“ Auch in der Innenstadt hätten Kollegen die Wartenden beobachtet und auf Abstände hingewiesen.

Video: Adventsstimmung trotz Corona-Pandemie auf Drive-In-Weihnachtsmarkt

Münchner im Einkaufsrausch: Umsatzrückgang im Vergleich zu 2019 wohl zwischen 30 und 45 Prozent

Die Lust auf Weihnachtsshopping ist also da - laut Ohlmann allerdings geringer als am ersten Adventssamstag vor einem Jahr: „Wir rechnen mit einem Umsatzrückgang von 30 bis 45 Prozent im Vergleich zu 2019.“ Allerdings: Damals war die Innenstadt gesteckt voll, auch mit Touristen

Jetzt sind nur die Münchner da - und die strömen jetzt wieder spürbar stärker in die Stadt als noch vor Wochen. Ohlmann rät dazu, Weihnachtseinkäufe am besten unter der Woche zu machen, um Gedränge zu vermeiden. Ein schönes Advents-Einkaufsgefühl gebe es heuer trotz fehlenden Christkindlmarkts: Die Händler hätten sich mit Weihnachts-Deko ins Zeug gelegt.

Neue Möbel, um sich die Wohnung im Lockdown hübsch zu machen: Viele strömten am Wochenende in die Möbelhäuser.

Münchner im Einkaufsrausch: Möbelhäuser zählen zu den großen Gewinnern

Einen besonders großen Ansturm gibt es heuer auf die Möbelhäuser. „Weil wir alle dieses Weihnachten wohl in einem kleinen Kreis mit der engsten Familie feiern, legen die Menschen jetzt noch mehr Wert auf ein geborgenes, schön hergerichtetes Zuhause“, sagt Jürgen Reiter, Geschäftsführer von Kare.

Auch Ikea bestätigt: Seit Corona ist das Thema Wohnen und Einrichten wichtiger geworden. Diese Beobachtung hat auch Thomas Dankert, Geschäftsführer von Möbel Höffner, gemacht. „Ganz nach dem Motto: Die Urlaubsreise geht in die neue Küche!“ (sk, lmb, nba, ast) *tz.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Wie die Corona-Lage in München ist, erfahren Sie in unserem News-Ticker. Nicht alle Bürger möchten sich an die aktuell geltenden Corona-Regeln halten. Auch deshalb bringt Ministerpräsident Söder Regel-Verschärfungen ins Spiel.

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