Weil Berufspendler die Wohnviertel verstopfen

Die Stadt München plant Verdopplung der Parkgebühren

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Die Münchner Park-Automaten - wie etwa hier nahe des Hauptbahnhofs - sollen in Zukunft noch hungriger werden.

Das Planungsreferat schlägt eine drastische Erhöhung der Parkgebühren in den Wohnviertel-Lizenzgebieten in München vor. Der Grund: Pendler parken die Gebiete zu.

München - Ein Euro pro Stunde, das Tagesticket für sechs Euro. Das zahlt, wer in einem der 62 Wohnviertel-Lizenzgebieten in München sein Auto derzeit abstellt. Diese Parkgebühren sollen Pendler dazu bewegen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Doch genau das funktioniert in München schon längst nicht mehr. Darum schlägt das Planungsreferat nun eine drastische Preiserhöhung vor! Wenn der Stadtrat dem Entwurf von Stadtbaurätin Elisabeth Merk zustimmt, sollte in einem ersten Schritt das Parken in Lizenzgebieten zwischen 18 und 23 Uhr dann zwei Euro pro Stunde kosten und das Tagesticket zehn Euro. In einer zweiten Stufe würde auch tagsüber der Stundensatz auf zwei Euro angehoben.

Zunächst soll diese Regelung in insgesamt fünf Lizenzgebieten in der Isarvorstadt und in Untersendling erprobt werden. Sind die Folgen positiv, würden die neuen Tarife in allen Parklizenzgebieten angehoben werden. Die Lizenz-Kosten für die Anwohner von Gebieten mit Parkraummanagement werden indes absehbar nicht steigen.

350.000 Verstöße wegen Parkens im Jahr 2016

Für die Überwachung und Ahndung von Verstößen in den Lizenzgebieten zuständig ist die Kommunale Verkehrsüberwachung (KVÜ) im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Mehr als 350.000 Verstöße wegen Parkens ohne oder wegen abgelaufenem Parkscheins wurden von dieser laut einem Sprecher im Jahr 2016 geahndet. Die Bußgelder variieren nach der jeweiligen Zeit der Überschreitung zwischen zehn Euro (bis 30 Minuten) und 30 Euro bei mehr als drei Stunden. Die Einnahmen fließen in die Stadtkasse.

Seit einigen Tagen liegt die Vorlage auch den 25 Bezirksausschüssen vor, die noch entsprechende Stellungnahmen abgeben können. Voraussichtlich zum Jahresende könnte das Papier dann im Stadtrat behandelt werden.

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