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Weiterbetrieb von Isar 2: Stadträte fordern Klarheit - Stadtwerke sollen Gewinne auf Münchner umlegen

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Von: Sascha Karowski

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Das Atomkraftwerk Isar 2 in der Nähe von Landshut
Das Atomkraftwerk Isar 2 könnte bis Mai 2023 weiterlaufen. © IMAGO/Sven Simon

Wie viel Geld erwirtschaften die Stadtwerke München durch den Weiterbetrieb von Isar 2? Das wollen CSU und Freie Wähler wissen. Sie fordern, etwaige Gewinne auf die Verbraucher umzulegen.

München - Die Stadtwerke München (SWM) werden aufgefordert, darzulegen, welche finanziellen Auswirkungen ein möglicher Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Isar 2 hätte. Das fordern CSU und Freie Wähler in einem Antrag.

Isar 2: Streckbetrieb würde Betreiber laut Experten bis zu zwei Milliarden Euro einbringen

Wie berichtet, wird aktuell geprüft, ob das Kraftwerk in einem Streckbetrieb bis Mai 2023 weiterlaufen kann. CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder wollen sich am Donnerstag (4. August) selbst ein Bild von dem Meiler bei Landshut machen.

Der Streckbetrieb würde bedeuten, dass nur die bereits vorhandenen Brennelemente weitergenutzt werden. Experten gehen davon aus, dass Betreiber PreussenElektra dadurch zwischen 1,85 und zwei Milliarden Euro Gewinn erzielen würde. Da die SWM 25 Prozent an Isar 2 halten, könnten sie bis zu 500 Millionen Euro erwirtschaften.

Isar 2: CSU und Freie Wähler wollen Gewinne auf Verbraucher umlegen - „Entlastung der Münchner“

Wegen der Gas-Krise hatte der Energieversorger binnen eines halben Jahres die Preise angehoben, zum Jahreswechsel um 25 Prozent, zuletzt um 36 Prozent. Gleichzeitig hatten die SWM einen Fonds über 20 Millionen Euro für einkommensschwache Haushalte und eine Energiesparprämie in Aussicht gestellt. CSU und Freie Wähler fordern nicht nur Auskunft, sie wollen zudem, dass etwaige Gewinne auf die Verbraucher umgelegt werden.

CSU-Chef Manuel Pretzl: „Der Weiterbetrieb würde nicht nur die Versorgungssicherheit erhöhen, sondern hätte auch positive Auswirkungen auf die Einnahmen der SWM. Sollte der Streckbetrieb genehmigt werden, muss ein Teil der Einnahmen für die Entlastung der Münchner verwendet werden.“

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