Zu wenig Ärzte für Frauen

München - Deutschlands Frauenärzte sorgen sich um weiblichen Nachwuchs. Bundesweit fehlten Chefärztinnen und Oberärztinnen, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Rolf Kreienberg, in München.

„In Frauenkliniken werden zwar fast 80 Prozent Frauen beschäftigt, aber es gibt kaum welche in hohen Positionen. Wenn das so weitergeht, können wir einige Kliniken bald dicht machen, das geht dann ganz schnell“, erläuterte Kreienberg. Der Anteil weiblicher Beschäftigter ist in der Frauenheilkunde überdurchschnittlich groß.

Frauen müssten sich aber oft zwischen Kindern und Karriere entscheiden - viele verlören die Berufschancen dadurch aus den Augen. So arbeiten fast nur Männer in leitenden Positionen, obwohl sie ansonsten in der Unterzahl sind. „Wir brauchen auch in oberen Etagen die Möglichkeit für Teilzeitstellen“, so Kreienberg. Rund 4000 Fachmediziner tagen beim DGGG-Kongress vom 5. bis 8. Oktober in München.

tz

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