Prognose: Das werden Regenschirm-Ferien!

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Die Sommerferien werden ein Fall für den Regenschirm

München - Jacke an, Jacke aus, Schirm auf, Schirm zu: Was ist das für ein Zick-Zack-Sommer? Laut Meteorologen hält das Fahrstuhl-Wetter an. Davon sind auch die Sommerferien betroffen.

Mal schnellen die Temperaturen auf heiße 30 Grad, dann saust das Thermometer wieder in den Keller. Und so sieht auch die Prognose für die Sommerferien aus: Laut Meteorologen hält das Fahrstuhl-Wetter an!

„Einen Jahrhundert-Sommer kriegen wir heuer nicht“, prognostiziert Meteorologe Karsten Brandt vom Wetterportal donnerwetter.de. Am 29. Juli ist letzter Schultag. Wer aber für die Ferien auf Sonne satt und tropische Hitze hofft, liegt falsch. „Zu Anfang der Ferien wird das Wetter recht wechselhaft und unterkühlt“, sagt Volker Wünsche, Leiter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) München. Im August setzt sich das unbeständige Auf und Ab der vergangenen Wochen fort. Sonne, Wolken, Regen, Hitze, Kälte, Gewitter – alles dabei!

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„Leider hat sich für die Ferien kein stabiler Hochdruck angekündigt“, berichtet Karsten Brandt. In den nächsten Wochen wechseln sich weiter schöne und kühle Phasen ab. Im Schnitt erwartet der Meteorologe im August Höchsttemperaturen zwischen 23 bis 25 Grad. Mehr als ein bis zwei Tage Sonnenschein hintereinander sind nicht drin. dazwischen bringen immer wieder dicke Wolken Regen und Abkühlung.

Tabelle: So war der August in den letzten zehn Jahren

„Die Sommerferien fallen zwar nicht ins Wasser, aber aus einer Woche Freibad am Stück wird heuer leider nichts“, sagt Brandt. Wer Ferien auf Balkonien macht, sollte daher die nächsten Wochen immer Schirm und Jacke griffbereit halten – und jeden Sonnenstrahl auskosten. „Gehen Sie raus, wenn die Sonne scheint – der nächste Regen kommt bestimmt“, rät Karsten Brandt. Grund zum Trübsal blasen haben alle Daheimgebliebenen seiner Meinung nach trotzdem nicht: „Wir sind ein bisschen verwöhnt – ein Mallorca-Sommer wie 2003 oder 2009 ist bei uns eben die Ausnahme“, stellt der Meteorologe klar.

Verwöhnt hat uns das Wetter heuer auch in den ersten sechs Monaten, erklärt Volker Wünsche vom DWD: „Das erste Halbjahr heuer war es beständig zu warm.“ Die absolute Spitze war im April mit 3,8 Grad über dem Durchschnitt. Im Juli allerdings machte das Wetter schlapp: Er war bis Dienstag um 0,5 Grad zu kalt. „Ich hoffe sehr, dass es im Laufe des Augusts wieder wärmer wird“, sagt Wünsche.

Und eine kleine Entschädigung für das sommerliche Wetter-Wirrwarr hat sich auch schon angekündigt: Für September steht ein stabiles Hochdruckgebiet mit viel Sonne in den Startlöchern – pünktlich zur Wiesn! Karsten Brandt: „Wie es aussieht, kriegen wir heuer einen richtig schönen Altweibersommer!“

Christina Schmelzer, Susanne Sasse

So wird es diese Woche

Biergartenwetter? Von wegen! Auch der Rest dieser Woche macht eher dem Herbst Konkurrenz: Am heutigen Mittwoch schüttet es den ganzen Tag wie aus Kübeln, das Thermometer schafft es höchstens auf 20 Grad. Der schönste Tag der Woche ist noch der morgige Donnerstag: „Da wird es freundlich, Sonne und Wolken wechseln sich bei Höchstwerten um 23 Grad ab“, erklärt Meteorologe Karsten Brandt vom Wetterportal donnerwetter.de.

Am Freitag steht bei Höchstwerten um 20 Grad ein Mix aus Sonne, Wolken und Regen ins Haus. Auch das Wochenende wird eher frisch: Am Samstag ziehen dicke Wolken bei höchstens 19 Grad übers Land, für Sonntag haben sich bei ebenfalls 19 Grad immer wieder Regenschauer angekündigt. Brrr! Und auch für die nächste Woche ist kein Traumsommer angekündigt: Es bleibt unbeständig und wechselhaft.

Schon der Montag startet bewölkt und verregnet mit höchstens 19 Grad, am Dienstag zeigt sich bei 17 Grad zwar zwischendrin die Sonne, aber stellenweise können auch Gewitter aufziehen. Erst Ende der nächsten Woche ist Besserung in Sicht: Am Freitag klettern das Thermometer auf 24 Grad, am Samstag könnte es die 25-Grad-Marke knacken.

CS

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