Werkstatt für die BOB

München - Die Nachbarn in Ramersdorf protestieren gegen eine geplante Eisenbahnwerkstatt: Die Stadtwerke wollen auf ihrem Gelände an der Ständlerstraße hinter dem MVG-Museum direkt an der S-Bahn eine 5000-Quadratmeter-Halle bauen.

Auf zwei Gleisen in der Halle samt Waschanlage sollen Züge für die Bayerische Oberlandbahn (BOB) gewartet werden, die zum französischen Konzern Veolia gehört. Die Stadtwerke wollen die Werkstatt bis Dezember 2013 fertig haben, weil die BOB dann das „E-Netz Rosenheim“ mit Zügen bis Salzburg und Kufstein bedient. Ein Schallschutz sei nicht geplant, weil nicht mit Lärm über den Grenzwerten zu rechnen sein.

Die Nachbarn sehen das anders: 60 haben beim Planfeststellungsverfahren Einwand erhoben. Die Bürgerinitiative „Industriefreies Ramersdorf“ fürchtet, dass aus dem Bau einmal eine riesiges Gleis-Areal wird, wenn die BOB expandiert. „Das gehört nicht in ein Wohnviertel“, sagt Sprecher Claus Ernst Barié. Die Initiative fordert stattdessen Wohnungen oder Grünflächen. Der Stadtrat soll noch heuer die Pläne absegnen.

DAC

Rubriklistenbild: © dpa

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