Ware im Wert von 6000 Euro futsch

Wertvolles Paket verschwunden - Bürgeranwalt spürt es auf

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Lia Bach verschickte per Post ein Paket mit wertvollem Inhalt - doch es kam nicht am Ziel an. Da half der tz-Bürgeranwalt.

Frage: „Ich habe Design studiert und den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Bisher war ich mit meinem Kindermodengeschäft in München völlig glücklich. Aber jetzt hatte ich ein Malheur, das meine Existenz gefährdet. Folgendes ist passiert: Eine Kollegin lud mich zu zwei Messen ein. Ich schickte ihr also zwei Pakete mit je 100 Stück Kindermoden, die sie an ihren Ständen anbieten wollte. Das eine Paket kam an, das andere nicht. Das allein schon ist ein Riesenverlust, denn der Inhalt ist um die 6000 Euro wert. Nun musste ich aber auch noch die volle Standgebühr bezahlen, obwohl ich nur die Hälfte meiner Kollektion anbieten konnte. Die ganz große Katastrophe kam aber nach den Messen, als das Paket nicht mehr auftauchte und ich die Ware damit auch nicht in meinem Münchner Geschäft oder auf anderen Messen anbieten kann. Da ich die Kinderoutfits natürlich trotzdem bezahlen muss, ist das ein herber Rückschlag für mein junges Unternehmen, von dem ich nicht weiß, ob ich mich davon erhole. Bitte helfen Sie mir!“ Lia Bach (26), Designerin aus München

Antwort: Natürlich hatte Lia Bach einen Nachforschungsauftrag bei der Post gestellt. Allerdings wurde behauptet, er sei nicht vollständig ausgefüllt. Dass das nicht der Fall war, klärte sich erst nach mühsamen Telefonaten. Die zuständige Dame bei der Post teilte der verzweifelten Lia Bach dann zwar mit, das Paket sei „weitergeleitet“ worden, aber wann und wohin, wollte oder konnte sie nicht sagen. 

Dazu muss man allerdings anmerken, dass so wertvolle und wichtige Pakete nicht als normale Postsendung verschickt werden sollten. Am besten ist es, man schickt sie per Express, dann garantiert die Post einen genauen Zustellungstag, außerdem sollte man ein solches Paket versichern. Die Investition dafür lohnt sich. Leider hatte das Lia Bach nicht getan. 

Das Team des Bürgeranwaltes wandte sich an die Pressestelle der Post, die sich der Sache annahm. Dort erzählte man uns, mit welchen fast detektivischen Mitteln die Post versucht, solche Irrläufer wiederzufinden. Oft sind Adressen nicht vollständig, oft ist es auch einfach das Versagen von Menschen oder Maschinen, wenn von den Millionen Postsendungen, die jeden Tag ein- und ausgeliefert werden, einige nicht zur richtigen Adresse finden. Aber in unserem Fall half die Intervention des Bürgeranwaltes. Nur kurze Zeit nach unserem Einschalten meldete sich Lia Bach überglücklich beim Team des Bürgeranwaltes: „Meine Kollektion ist wieder da. Heute brachte ein Bote das Paket. Vielen Dank an Ihr Team!“

Unlängst hatte der Bürgeranwalt einer Frau geholfen, die in einer Handy-Falle saß. Was geschehen war, lesen Sie hier.

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