Gasaustritt: Vier Personen leicht verletzt

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München - Am Dienstag wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu einem Gasaustritt in einem Münchner Wohnhaus gerufen. Drei Personen klagten über Reizschmerzen im Hals.

Wie die Polizei mitteilte, wurden die Einsatzkräfte am Dienstag zu einem Wohnhaus in der Gollierstraße gerufen. Bei deren Eintreffen befanden sich drei Hausbewohner vor dem Anwesen. Alle drei Personen klagten über Reizschmerzen im Hals. Zudem gaben sie an, beim Begehen des Treppenhauses vom zweiten Stock ins Erdgeschoss einen beißenden Geruch festgestellt zu haben.

Einen Brand selbst konnten sie jedoch nicht feststellen. Die verständigten Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten vor Ort ebenfalls keine Brandstelle feststellen.

Eine Überprüfung ergab, dass sich im versperrten Keller mutmaßlich die Quelle für den beißenden Geruch befinden sollte. Beim Öffnen der versperrten Kellerbrandschutztür kollabierte einer der eingesetzten Feuerwehrmänner, der sich ohne Atemschutz noch im Bereich des Treppenhauses befand.

Daraufhin wurden weitere Hausbewohner aus dem Haus evakuiert und das mehrstöckige Wohngebäude großräumig abgesperrt. Die Analytische Task Force der Berufsfeuerwehr München wurde aufgerufen, das Gas im Keller und Treppenhaus zu bestimmen. Eine Messung und Bestimmung mit dem Gaschromometer ergab, dass es sich um ein Kohlendioxidgasgemisch handelt, das beim Verbrennen von PVC unter hohen Temperaturen entstanden sein dürfte.

Spätere Messungen ergaben, dass sich das Gasgemisch verflüchtigt hatte. Eine Absuche des Kellers, insbesondere des Elektroraumes und der einzelnen Wohnungen und der dort vorhandenen Sicherungskästen und Elektroschächte durch Feuerwehrbeamte mittels Wärmebildkameras führte nicht zum Auffinden einer Brandstelle.

Die drei verletzten Hausbewohner und der Feuerwehrmann wurden in Krankenhäuser gebracht.

Durch die Stadtwerke München wurde während des Einsatzes vorsorglich der Strom abgestellt. Im Anschluss wurde das Mehrfamilienhaus für die Hausbewohner wieder freigegeben.

Eine Quelle für das aufgetretene Kohlendioxidgasgemisch konnte letztlich nicht ausfindig gemacht werden. Die Berufsfeuerwehr übernahm Nachaufsicht.

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