Einst Arbeiterviertel, heute trendy

Westend

Kirche St. Benedikt in München-Westend
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Die Kirche St. Benedikt in München-Westend

Einst war der Stadtteil Westend eine Arbeiterwohnsiedlung. Heute hat sich der Stadtbezirk 8 herausgeputzt. Eine lebendige Gastronomie und viele kleine Einzelhandelsgeschäfte schaffen ein attraktives Wohnumfeld. Auch für die Besucher der bayerischen Landeshauptstadt gibt es auf der Schwanthaler Höhe einiges zu entdecken.

München – Das Münchener Westend ist nicht so bekannt wie Schwabing oder Haidhausen und gilt deshalb bei Städtereisenden immer noch als Geheimtipp. Im Stadtbezirk 8 leben rund 30.000 Menschen auf einer Fläche von 2,07 Quadratkilometern. Mit 144 Einwohnern pro Hektar ist das Westend einer der dichtest besiedelten Stadtteile der bayerischen Landeshauptstadt. Bis heute ist das Westend ein unaufgeregter und entspannter Stadtteil mit gewachsenen Strukturen geblieben. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Münchens Stadtteil Westend – Lage

Das Münchener Westend liegt auf der Schwanthalerhöhe. Sowohl „Schwanthalerhöhe“ als auch „Westend“ haben sich daher als Bezeichnung eingebürgert.

Das Westend liegt am westlichen Rand der Innenstadt. Die Bahnlinien vom Hauptbahnhof zum Ostbahnhof und vom Hauptbahnhof nach Pasing bilden den Rahmen des Stadtbezirks 8. Die Theresienhöhe setzt die Grenze zum Bahnhofsviertel. Angrenzende Stadtbezirke sind Laim, Neuhausen-Nymphenburg, Maxvorstadt, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Sendling und Sendling-Westpark.

Stadtteil Westend – Geschichte

Die Entstehung des Münchener Westends ist eng mit der Industrialisierung verknüpft. In der ursprünglich Sendlinger Höhe genannten Gegend wurden Arbeiterwohnungen errichtet. Den Namen „Schwanthaler Höhe“ erhielt der Bezirk nach dem Architekten Ludwig Schwanthaler, dem Schöpfer der monumentalen „Bavaria“ auf der Theresienwiese in unmittelbarer Nachbarschaft zum Westend. Die alten Gründerzeitbauten des ursprünglichen Viertels sind heute größtenteils renoviert; die meisten Fabriken sind verschwunden und haben begrünten Innenhöfen Platz gemacht. Rund um den Bavariapark entstand nach der Verlegung der Messe 1998 ein modernes Geschäfts- und Wohnviertel.

Stadtteil Westend – Sehenswürdigkeiten im Stadtbezirk

Der Stadtbezirk Westend hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die wichtigsten sind:

  • Backsteinbau der Augustiner-Bräu: Die Augustiner-Bräu ist Münchens älteste noch bestehende Brauerei. Seit 130 Jahren hat sie ihre Heimat im Westend. Der Biergarten des Augustiner Kellers ist ein beliebter Treffpunkt.
  • Verkehrszentrum des Deutschen Museums: Die denkmalgeschützten Jugendstilhallen waren einst Bestandteil der Messe München und zeigen heute Exponate rund um den Verkehr an Land. Die Zeitreise beginnt bei den ersten Eisenbahnen und endet in der Zukunft der Mobilität.
  • Ehemaliges Kongresszentrum: Hier finden regelmäßig Events und Konzerte statt.
  • Bavariapark: Ein kleiner und feiner Park, der von den Einheimischen zum Entspannen und Flanieren genutzt wird.
  • Das Designobjekt „Endlose Treppe“ oder „Umschreibung“: Die skurrile Treppe des Künstlers Ólafur Elíasson befindet sich versteckt in einem Hinterhof des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG und vermittelt den endlosen Kreislauf von Auf und Ab.
  • Hackerbrücke. Die Bogenbrücke ist eine der letzten erhaltenen eisernen Bogenbrücken aus dem 19. Jahrhundert.
  • Die Kirchen St. Benedikt, St. Rupert, Maria Heimsuchung und Auferstehungskirche.

Stadtteil Westend – Besonderheiten

Das Westend ist heute ein trendiger und lebendiger Stadtteil sowie ein Schmelztiegel der Nationen: Menschen aus 25 Ländern leben hier zusammen. Dies schlägt sich in einer großen Vielfalt der ansässigen Gastronomiebetriebe nieder. Neben Restaurants mit internationaler Küche finden sich zahlreiche originelle Cafés. In den Bars lässt sich das Nachtleben im Westend genießen und zusammen mit Monaco Franze die Nacht zum Tage machen. Die Kultgestalt soll laut Regisseur Helmut Dietl in der Kazmairstraße im Westend das Licht der Welt erblickt haben.

Nicht nur die Gastronomie trägt zum Flair des Stadtteils bei, zahlreiche kleine Läden und Boutiquen prägen das Bild. Das Kunstfestival „Open Westend“ greift im Frühjahr mit zahlreichen Aktionen ortsansässiger Künstler das kreative Potenzial des Viertels auf.

Die jüngeren Besucher kommen auf den Spielplätzen des Stadtbezirks auf ihre Kosten. Der Georg-Freundorfer-Platz wurde 2006 zum besten Spiel- und Freizeitplatz Deutschlands gekürt. Kurzweil erwartet die Besucher zudem auf dem Quartiersplatz auf dem ehemaligen Messegelände.

Der Stadtteil Westend in München bietet seinen Bewohnern ein attraktives Umfeld mit hoher Aufenthaltsqualität. Für Reisende hat der Stadtbezirk einige ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten parat.

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