Westpark-Mörder: Jetzt kommt er schnell raus

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Gorazd B. (35)

München - Der Westpark-Mörder, der 1993 einen Jogger erstochen hat, kommt bald frei. Die Behörden werden ihn dann sofort in einen Flieger setzen. Ziel ist die Heimat.

Der so genannte Westpark-Mörder, der 1993 einen Jogger erstochen hat, wird voraussichtlich Mitte Januar in sein Heimatland Slowenien abgeschoben. Das erklärte am Freitag ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats (KVR) auf Anfrage. Bis zu seiner Abschiebung sitzt der 35 Jahre alte Gorazd B. in Haft.

Nachdem das Landgericht München am 17. Oktober die nachträgliche Sicherungsverwahrung für B. verneint hatte, war ein neuer Haftbefehl gegen ihn wegen Beleidigung ergangen. Gorazd B. hatte im Prozess wie berichtet eine Richterin als Hure beschimpft. Dafür verurteilte ihn das Amtsgericht zu drei Monaten Freiheitsstrafe, wie die Staatsanwaltschaft jetzt bestätigte.

B.s Haft endet am 15. Januar. Irgendwann um dieses Datum herum werden die Behörden ihn in einen Flieger nach Slowenien setzen. „Es gibt einen so genannten Bescheid auf Verlustfeststellung“, sagte KVR-Sprecher Matthias Rischpler. Das sei in etwa vergleichbar mit einer Ausweisung bei Staatsangehörigen von Drittstaaten, also Nicht-EU-Ländern. Mit dieser Verlustfeststellung verliere Gorazd B. sein Recht auf Freizügigkeit. Damit sei er bei seinem Aufenthalt auf Slowenien beschränkt. Für Deutschland bestehe zudem ein derzeit unbefristetes Einreise- und Aufenthaltsverbot, sagte Rischpler.

Gorazd B. hatte am 15. Oktober 1993 im Westpark einen 40 Jahre alten Familienvater ermordet. Zunächst blieb die Tat ungeklärt, B. flüchtete nach Kroatien. Erst als einer seiner Freunde in Deutschland auspackte, geriet er ins Visier der Fahnder.

mm

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