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München: Wetter-Chaos kann unschöne Folge haben - Expertin: „Immunsystem reagiert heftig“

Unwetter in Bayern: Hochwasser an der Isar
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Bereits mehrfach hat die Isar in München im Jahr 2021 Hochwasser geführt. Das freut die sogenannten „Überschwemmungsmücken“.

Überschwemmungsmücken finden gerade ideale Bedingungen in München. Eine Expertin klärt über mögliche Gefahren auf.

München - Wegen des feuchten Sommers haben sich im Freistaat Bayern die sogenannten „Überschwemmungsmücken“ ausgebreitet. Die Stiche der kleinen Plagegeister können mitunter starke Schwellungen verursachen. „Die Mücke injiziert einen Proteincocktail in die Wunde, auf den das Immunsystem reagiert“, erklärte Mücken-Expertin Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung. Wenn man an dem Stich dann auch noch kratze, könne es außerdem zu Entzündungen kommen.

München: „Überschwemmungsmücken“ breiten sich nach Wetter-Chaos aus - „Immunsystem kann heftig reagieren“

Jede Mückenart gebe beim Stechen einen anderen Proteincocktail ab, erläutert Werner. An den der Hausmücke sei unser Immunsystem gewöhnt, an den der Überschwemmungsmücken nach zwei trockenen Sommern jedoch nicht. „Da kann das Immunsystem heftig darauf reagieren.“

Die Expertin zeichnet für den „Mückenatlas“ verantwortlich, der die Verbreitung der rund 50 Stechmückenarten in Deutschland abzubilden versucht. Die Erkenntnisse basieren auf eingefangenen Mücken, die Bürgerinnen und Bürger einschicken. Ein Augenmerk liegt dabei auch auf der Ausbreitung invasiver Arten wie der Asiatischen Tigermücke, die Krankheiten übertragen kann.

Immer wieder Einsendungen aus München: „Am nächsten Tag sitzen wir im Auto“

Diese werde auch immer wieder in Bayern entdeckt, sagte Werner. Aus München gebe es immer mal wieder Einsendungen. „Am nächsten Tag sitzen wir im Auto. Man muss sofort reagieren“, stellt Werner klar. Der Tigermücke reichten die kleinsten Wasseransammlungen, um sich zu vermehren - zum Beispiel auf dem Untersetzer eines Blumentopfs. Sie habe aber nur einen kleinen Aktionsradius. Deshalb könne eine akribische Suche um den Fundort verhindern, dass sich die Art ausbreite.

Das sei vor zwei Jahren in München gelungen, sagte Werner. Die einzige Tigermücken-Population in Bayern gebe es bisher in Fürth bei Nürnberg. In den nächsten Tagen fahre ein Kollege erneut in die Landeshauptstadt, weil Menschen eine Tigermücke von dort eingeschickt hatten.

Werner ist jedoch zuversichtlich, dass diese zu keinem ernsthaften Problem werden wird. „Es handelt sich um eine weibliche Mücke.“ Diese reisten oft als blinde Passagiere im Auto aus Südeuropa mit nach Deutschland. Werde dagegen eine junge männliche Tigermücke eingeschickt, läuteten die Alarmglocken. Denn diese fliegen nicht weit, was dafür spreche, dass diese vor Ort geschlüpft sein müssen. (lks/dpa)

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