Bis zu 35 Grad in der Stadt

Jetzt kommt die Sahara-Hitze

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Bei den Temperaturen der kommenden Tage hilft nur Abkühlung.

München - Erst Dauerregen und Herbst-Temperaturen – und jetzt kommt der Sommer gleich ganz dicke! Der Sahara-Hitze ist im Anflug!

 Bis Mitte nächster Woche klettert das Thermometer auf bis zu 35 Grad in München. Und das bei einer tropischen Schwüle!

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„Aus Nordafrika zieht sehr warme Luft zu uns, vielleicht auch mit etwas Sahara-Staub“, erklärt Dominik Jung von wetter.net. Über dem Mittelmeer pumpt sie sich noch mit Feuchtigkeit voll.“ Das Ergebnis: tropische Luft im Süden und Osten Deutschlands. Diese wird für die ersten Hitzerekorde sorgen. Jung: „Selbst in den Alpen auf 1200 Metern erwarten wir um die 22 Grad.“ In der Landeshauptstadt steigen die Temperaturen von knapp unter 30 Grad am Sonntag bis Mittwoch auf 35 Grad an.

Mit unangenehmen Folgen für wetterfühlige Menschen (siehe unten), wie der Experte erklärt: „Es kann sein, dass es sogenannte tropische Nächte mit über 20 Grad gibt. Und aufgrund der Schwüle liegt die gefühlte Temperatur tagsüber sogar zwei bis drei Grad höher - also bei etwa 38 Grad!“

Bei solchen Rekordtemperaturen steigt auch wieder die Gefahr für Unwetter. Jung warnt: „Gerade im Voralpenraum kann es immer mal wieder zu regionalen Gewittern mit Hagel und Sturm kommen, die heftig ausfallen können.“ Momentan sei keine große Trendwende in Sicht. Sicher aber ist, dass die Temperaturen Ende kommender Woche wieder fallen.

Tipps für den Körper

Bei der Münchner Klima-Medizinerin Prof. Angela Schuh schrillen bei dieser Wetterprognose die Alarmglocken: „Hitze stellt einen Stressfaktor dar.“ Vor allem, wenn das schwülheiße Wetter auf eine kältere Phase folgt wie jetzt bei uns. „Das belastet den Kreislauf sehr.“

Insbesondere Menschen mit niedrigem Blutdruck sowie Herz-, Kreislauf- und Migräne-Patienten leiden unter einer solchen Sahara-Hitze. Denn diese bringt unsere Wärmeregulation im Körper durcheinander, die Hautgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt. Die Folgen reichen von Schwindel bis zum kompletten Kreislauf-Streik.

Da wir bei Hitze zudem viel schwitzen, kann das zu einer Blutverdickung sowie zu Salz- und Wasserverlust führen. Die Expertin rät: „Wir sollten in den nächsten Tagen genügend trinken, um den Wasserverlust auszugleichen! Am besten: lauwarme Suppen und elektrolythaltige Getränke“. Außerdem sollte der ohnehin geschwächten Körper nicht überanstrengt werden! Des weiteren gilt: Besonders Kranke, Senioren und Kleinkinder sollten die Mittagshitze meiden!

nba

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