Der Münchner Tropen-Sommer

Wetter am Wochenende: Erst heiß, dann heftige Gewitter

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Wechselbad der Sommergefühle: Erst eine Bullen-Hitze, dann blitzt und donnert es.

München - Seit Wochen treibt das Wechsel-Wetter nun schon so manchen Bayern auf die Palme. Am Samstag ist es wieder soweit: Erst wird's richtig heiß und dann folgen heftige Unwetter - zum Teil sogar mit Hagel.

Ja, der liebe Petrus lässt es derzeit so richtig krachen: Erst ist es schwül und heiß, dann folgen heftige Unwetter mit Blitz und Donner. Seit Wochen treibt das Wechsel-Wetter nun schon so manchen Bayern auf die Palme. Am Samstag ist es wieder soweit: Bis zu 29 Grad (mit viel Sonne) soll es in und um München geben – aber ab dem späten Nachmittag gilt dann wieder eine Unwetterwarnung für die gesamte Region.

Am Samstag drohen Starkregen, Hagel, Sturmböen - und Überschwemmungen

„Im Süden ist mit Starkregen, Hagel und Sturmböen zu reichnen“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Der Grund für den plötzlichen Umschwung sind Unwetterzellen, die sich über Frankreich und Spanien gebildet haben. Die ziehen dann nach Deutschland und erreichen Bayern am Samstag. Vielerorts kann es zu Überschwemmungen kommen. Und am Sonntag? Da soll das Thermometer wieder auf 20 bis 23 Grad sinken – bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Für den Deutschen Wetterdienst sind die Sommer-Kapriolen ein Warnsignal: „Für uns ist das ein weiteres Zeichen des Klimawandels“, sagt Gerhard Lux, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Seit Anfang Juni habe der DWD an 36 von 66 Kalendertagen amtliche Unwetterwarnungen herausgeben. An 19 Tagen habe die Wetterlage „Tief Mitteleuropa“ geherrscht, eine für Zentraleuropa immer wieder gefährliche Lage.

Die Zahl solcher Wetterlagen steigt um etwa 20 Prozent

Vor allem im Sommer bestehe dabei eine erhöhte Unwettergefahr mit Starkniederschlägen. Noch mehr Tage mit dieser Wetterlage – nämlich 29 – gab es laut DWD 2002, dem Jahr der Elbeflut.

Die Starkniederschläge über Mitteleuropa seien 2014 häufig durch feuchtwarme Luft im Bereich eines Tiefs verursacht worden, das meist direkt über Mitteleuropa lag. Die Zahl solcher Wetterlagen steigt nach Beobachtungen der Meteorologen langfristig. Nach einer DWD-Studie gab es um 1950 im Schnitt 8 bis 10 solcher Wetterlagen pro Jahr, heute zwischen 9 und 15 – ein Plus von etwa 20 Prozent.

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tz

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