ARD-Experten exklusiv für die tz

14-Tage-Vorschau: So wird das Ferien-Wetter

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München - Heiß, heißer, Sommerferien! Heute startet in Bayern die schulfreie Zeit – und es kündigt sich die nächste Hitzewelle an: ARD-Experten mit der Wettervorschau für die nächsten 14 Tage, exklusiv für die tz.

Meteorologe Karsten Schwanke.

„Der Hochsommer kommt pünktlich zum Ferienstart in zwei Wellen zurück. Allerdings müssen wir jederzeit mit Gewittern rechnen“, meint Meteorologe und ARD-Wettermoderator Karsten Schwanke. Die Vorhersage des Wetterexperten für die erste Ferienwoche klingt vielversprechend: Ab heute klettern die Temperaturen täglich etwas nach oben (siehe Tabelle). Im Süden ist es teilweise bewölkt. Das erste Mal nimmt die neue Hitzewelle am Montag Fahrt auf, bei Temperaturen von bis zu 35 Grad! In der Nacht auf Mittwoch kommt es allerdings zu Schauern und Gewittern.

Danach ziehen die Temperaturen wieder an und erreichen ihren Höhepunkt am Freitag bei 33 bis 38 Grad. Allerdings schieben abends kräftige Gewitter die Hitze weg. „Vor allem in Bergnähe kracht es dann heftig. Überhaupt sind unter der Woche öfters vereinzelte Gewitter möglich“, warnt Schwanke. Ab Samstag kommender Woche fallen die Temperaturen wieder, bleiben aber trotzdem bei 26 bis 27 Grad sommerlich warm. „Das entspricht in etwa meinen persönlichen Traum-Temperaturen“, meint Schwanke. Laut dem Wetter-Experten stehen die Chancen gut, dass es auch den restlichen August so sommerlich weitergeht. „Allerdings gibt es bei solchen Monatsprognosen immer wieder Abweichungen“, sagt er.

Die Wetterprognose der ARD-Experten.

Die Durchschnittstemperatur im August liegt in Deutschland bei 17,8 Grad. Mit 1,4 Grad unterm Durchschnitt war der letztjährige August gefühlt so kalt wie nie zuvor. Das täuscht allerdings, wie Schwanke weiß: „Die Wetteraufzeichnungen zeigen, dass wir schon kältere August-Monate hatten – beispielsweise 2006 (-2,4) und 2009 (-1,5).“ Übrigens: Den wärmsten August erlebte München im Jahr 2003. Bei der großen Hitzewelle waren die Tage im Schnitt 4,6 Grad wärmer als normalerweise üblich.

Manuel Bonke

tz-Leser im ARD-Studio

Es wirkt beinahe so, als ob Moderator und Meteorologe Sven Plöger seinen Nachfolger für das ARD-Wetterstudio suchen will. Gut gelaunt, charmant und redefreudig empfängt der 48-jährige Wetterexperte zehn tz-Leser, die eine exklusive Führung durch das Wetterstudio in der Bavaria Filmstadt gewonnen haben.

Startpunkt der kleinen Expedition ist das „Zentrum der Verzweiflung“, wie Plöger sein Büro nennt. Auf sechs großen Bildschirmen laufen alle Daten zusammen, die rund 14 000 Wetterstationen auf dem ganzen Erdball liefern. „Alleine 1200 solcher Messstandorte gibt es in Deutschland“, verdeutlicht Plöger die Fülle an Informationen, die es täglich zu durchstöbern gilt. Das Besondere am Wetter? „Das gibt es jeden Tag. Auch an Feiertagen werden keine Ausnahmen gemacht“, scherzt der Moderator. „Und gerade an Feiertagen kommen gerne Unwetter.“ Plöger erinnert sich an das Sturmtief „Lothar“, das 1999 am 2. Weihnachtsfeiertag mit 180 Sachen über Deutschland hinwegfegte. „Das weiß ich noch genau, wir flüchteten in den kleinsten und damit auch stabilsten Raum – in diesem Fall ein Gästeklo.“

Acht Sendungen stehen Plöger an diesem Tag noch bevor. Anspannung? Keine Spur! Insgesamt werden jährlich vor dem Greenscreen – einer grünen Wand, auf der die virtuellen Karten eingespielt werden – 5000 Sendungen produziert. Trotzdem kann sich Plöger jedes Mal neu begeistern. „Warum?“, will eine Dame wissen. „Ich habe jedes Mal Glücksgefühle, wenn die Prognosen auch wahr werden.“

J. Heininger

„Ich habe viel Neues gelernt“

Nadja Rohrmüller war begeistert von der Führung durchs Wetterstudio. „Herr Plöger hat eine wahnsinnige Ausstrahlung. Er hat so viel Freude an seiner Arbeit und gibt diese in vollen Zügen weiter“, sagt die Studentin aus Solln. „Ich habe viel Neues gelernt und gesehen“

Ein Pflichttermin im Programm

„Ich bin ein begeisterter Plöger-Fan“, sagt Georg B. (63). Für den Münchner Rentner gehört das Wetter im Ersten zu den absoluten Pflichtterminen im Fernsehprogramm. „Ich hätte auch nicht gedacht, dass die Moderatoren so viele Sendungen an einem Tag aufzeichnen müssen. Respekt!

Schwestern vor der Kamera

Sind das die jungen Nachwuchs-Moderatorinnen? Die Schwestern Carina (15, links) und Julia Vogl (14) waren besonders von Meteorologe Sven Plöger angetan. Carina kann sich sogar vorstellen, einmal in seine Fußstapfen zu treten. Vor der animierten Wetterkarte durften die Schwester gleich mal üben …

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