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Seltenes Wetterphänomen: Darum ist der Himmel so rot über München - Blutregen kommt

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Von: Helena Grillenberger

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Saharastaub in Bayern
Der Sahra-Staub färbte den Himmel über München heute rötlich-gelb. © Sven Hoppe/dpa

Über München erscheint der Himmel am Dienstag gelblich-rot verfärbt. Grund dafür ist Sahara-Staub in der Luft.

München - Wer heute, 15. März, einen Blick aus dem Fenster wirft, hat gute Chancen, Zeuge eines Wetterphänomens zu werden: Sahara-Staub in der Luft verfärbt den Himmel rötlich-gelb. In den vergangenen Tagen hat sich durch starke Winde eine Staubwolke über der Sahara formiert, mit der Luftströmung kamen der Wüstenstaub zu uns.

Den ganzen Tag liegt heute bereits jede Menge des Saharastaubs in der Luft. Aber erst gegen 19 Uhr abends soll der Höhepunkt erreicht sein. Und auch morgen soll die Konzentration an Staub in der Luft noch sehr hoch sein: 2000 Mikrogramm pro Quadratmeter Luftsäule - normal wären es 500 bis 1000 Mikrogramm.

Wetterphänomen: Am Donnerstag gelber Himmel über Deutschland

Am Donnerstag dann soll der Staub den Himmel in beinahe ganz Deutschland in ein gelbes Licht tauchen. Zu sehen ist das Wetterphänomen bis Samstagmorgen. Dann ändert sich die Luftströmung wieder. Sahara-Staub in der Luft ist kein seltenes Schauspiel, aber doch immer wieder beeindruckend. Der letzte große Sahara-Staubnebel zog im Februar 2021 über Bayern.

Sahara-Staub über Bayern
So sah der Himmel am Dienstagnachmittag über Eching aus. © privat

Für die Natur sei der Wüstenstaub teilweise sogar dringend erforderlich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt. Denn die aufgewirbelten Mineralstaubpartikel würden zum einen Phytoplankton im Atlantischen Ozean, zum anderen auch die Regenwaldböden am Amazonas mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Außerdem helfe er, die Strände in der Karibik zu erneuern.

Wetterphänomen in München: Morgen- und Abendrot verstärkt

Über den rötlich-gelben Himmel hinaus werden wir uns die nächsten Tage wohl auch an einem intensiveren Morgen- und Abendrot erfreuen dürfen. Die Farben werden nämlich durch den Sahara-Staub ebenfalls verstärkt.

Gesundheitlich muss man sich wegen des Staubs in der Luft keine Sorgen machen. Die Konzentration ist nicht hoch genug, als dass sie für den Menschen gefährlich wird. Lediglich als kleiner Staubteppich auf den Autos könnte der Wüstenstaub lästig werden.

Wetterphänomen: Blutregen möglich

Am Donnerstag könnte es dann in München zum sogenannten Blutregen kommen. Von Nordwesten aus zieht eine Wetterfront herein: Die vertreibt zum einen den Staub gegen Ende der Woche wieder, zum anderen wäscht sie ihn aber auch aus der Luft. Der Staub fällt mit dem Regen und färbt Boden, Autos, etc. rötlich-gelb. (hgr)

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