Widerstand gegen die Tram im Westen

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Am Freitag demonstrierten in Laim 100 Menschen gegen die Tram.

München - Die neue West­tram gilt als Prestigeprojekt der Stadtwerke in ihrem Bemühen, den Nahverkehr noch flotter zu machen. Zwischen Romanplatz und U-Bahnstation Aidenbachstraße soll die Trasse fünf Stadtbezirke mit der Tram verbinden.

 Derzeit fährt dort ein Bus. Doch jetzt treten einige Anwohner auf die Euphoriebremse. Sie haben in der Laimer Bürgerversammlung durchgesetzt, dass dieses Stadtteilgremium das Großprojekt ablehnt. Sie monieren, dass zwei der sechs Fahrspuren in der Fürstenrieder Straße wegfallen werden. Zudem befürchten sie, dass es durch die geplanten 17 Tramhaltepunkte Staus und mehr Lärm geben werde. An der hitzigen Versammlung nahmen 300 Bürger teil. 77 Laimer stimmten gegen die West-Tram, 67 dafür.

Das Votum des Stadtteilparlaments hat aber kaum Erfolgs-Chancen. Im Stadtrat wird der Beschluss wie ein Antrag behandelt. Dass er angenommen wird, ist wegen der rot-grünen Stadtratsmehrheit unwahrscheinlich. Die Westtram zählt zu den Säulen des bereits verabschiedeteten Verkehrsrahmenplans – dabei handelt es sich um ein Gesamtkonzept für einen besseren Verkehrsfluss in der Landeshauptstadt. Die Experten feilen derzeit an konkreten Plänen für die Westtram. Sie sollen Mitte 2011 im Stadtrat vorgestellt werden, Baubeginn ist für 2014 geplant.

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