Wie gefährlich ist das Chlor im Trinkwasser?

München - Auch wenn die Menge minimal ist, haben Münchner mit ganz feiner Nase es vielleicht schon gerochen: Die Stadtwerke fügen unserem Trinkwasser seit Mitte vergangener Woche Chlor bei.

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„Das ist eine reine Vorsorgemaßnahme“, bestätigt Sprecher Christian Miehling. Der Schritt habe nichts mit einer Verunreinigung oder schlechten Messwerten im Wasser zu tun.

Durch die teilweise sintflutartigen Regenfälle der vergangenen Tage sei der Boden im Mangfalltal stark aufgeweicht. Es bestehe die Befürchtung, dass die natürliche Filterwirkung des Grundes derzeit eingeschränkt sei. Rund 80 Prozent des Münchner Trinkwassers gewinnen die Stadtwerke im Mangfalltal – 3400 Liter pro Sekunde! Von dort fließt es seit dem Jahr 1883 über rund 40 Kilometer in die Stadt.

Die Chlorierung werde laut Stadtwerke ausschließlich im Mangfalltal betrieben und nicht im Münchner Netz, der Geruch habe sich meist auf dem Weg in die Stadt verflüchtigt. Diese Vorsorge komme „alle paar Jahre“ vor, sagte der Sprecher Christian Miehling.

„Das hat keinen Einfluss auf die Qualität“, unterstreichen die Stadtwerke. Das Wasser könne nach wie vor getrunken werden und erfülle weiter ausdrücklich die strengen Richtlinien zur Zubereitung von Säuglings- und Krankennahrung. Andere Städte müssten ihr Wasser permanent mit Chlor aufbereiten.

dac.

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