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Ostern frostig wie nie - Die ersten Prognosen für Juni und Juli

Wie schön wird unser Sommer?

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Sonnenanbeterinnen wie diese beiden Frauen dürfen sich freuen: Der Sommer 2008 soll überdurchschnittlich warm werden.

Das kälteste Ostern sein Langem haben wir gerade hinter uns gebracht. Höchste Zeit vom Sommer zu träumen und vielleicht schon die eine oder andere Weiche für den Urlaub zu stellen.

Aber wie wird der Sommer? Wer an ihn denkt, fragt natürlich nach dem Wetter. Grillen, Schwimmen, Cabrio machen nur bei Sonne so richtig Spaß. Die tz erklärt, was man heute schon – wissenschaftlich seriös – über das Sommerwetter sagen kann!

Noch vor Jahren konnten die Meteorologen nichtmal das Wetter für den nächsten Tag vernünftig prognostizieren. Dann kamen die Computer: Sie können die unglaublich vielen Daten in den komplexen Formeln der Forscher zeitnah verrechnen. „In den letzten Jahrzehnten hat sich die Genauigkeit von Wettervorhersagen immer weiter verbessert“, sagte Paul Becker, Chef-Klimaberater beim Deutschen Wetterdienst (DWD), bei der Vorstellung der neuen Jahreszeitenprognose. Da trauen sich die Wetterfrösche jetzt ran!

Der DWD nutzt dafür ein Modell des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen im englischen Reading. Dort jongliert ein Mega-Computer mit Abermillionen von Daten. Für die Prognose braucht der Riesen-Rechner 15 Tage!

Genaueste Vorhersagen darf man sich trotzdem nicht erwarten: Der Computer spuckt sogar nur zwei Angaben aus – eine Wetter-Tendenz und eine Wahrscheinlichkeit, wie sicher diese Tendenz ist. Die Meteorologen bereiten die Angaben für einzelne Monate und vier Regionen in Deutschland auf. „Insgesamt bleibt bei Jahreszeitvorhersagen jedoch eine sehr große Unsicherheit erhalten“, sagt selbst der DWD-Mann.

Darum hat sich die tz nicht nur eine Prognose angeschaut. Auch andere Wetterdienste blicken weit in die Zukunft. Das sind die vier wichtigsten Vorhersagen für den Sommer in Bayern und München:

Der Deutsche Wetterdienst schaute für seine erste Jahreszeitenvorhersage bis in den Juni: Es wird wärmer als normal! Die Temperaturen sollen bei uns um rund ein Grad über dem langjährigen Mittelwert von 15,1 Grad Celsius liegen. Da braucht man keine Jacke.

Auch der staatliche britische Wetterdienst Met Office nutzt die Daten des europäischen Vorhersagezentrums, blickt aber bis Juli. Auch hier das Ergebnis: überdurchschnittlich warm – bei einer guten Wahrscheinlichkeit von bis zu 60 Prozent.Warmes Wetter sagt auch ein weiteres Modell voraus – sogar bis September. Es kommt vom Forschungsinstitut für Klima und Gesellschaft IRI an der Columbia University in New York. Hier liegt die Treffer-Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent bis August und bei 40 Prozent bis September.

Ganz experimentell geht der US-amerikanische Wetterdienst National Weather Service vor. Dessen Zentrum für Klimavorhersagen wagt sich mit Modellrechnungen bis November vor! Allerdings schwindet die Genauigkeit gegen Null. Bis Juni sagen die Wetterfrösche 1 Grad mehr als normal voraus, danach immerhin bis zu 0,5 Grad mehr. Im Herbst kann es auch kühler werden.

Fazit: Wir dürfen uns wohl auf einen warmen Sommer freuen. Alle Prognosen gehen von überdurchschnittlichen Temperaturen aus. Übrigens sehen alle Modelle außerdem keine Auffälligkeiten beim Regen. T-Shirt statt Regenschirm!

Wer jetzt denkt: Ist mir doch egal, wie das Wetter bei uns wird, ich bin den ganzen Sommer auf Mallorca! Der kann beruhigt sein: Auch auf der Insel soll es wärmer werden als normal – sogar mit einer noch größeren Sicherheit als in München!

Trotzdem warnt der DWD-Berater Becker: „Für die Urlaubsplanung sind unsere Jahreszeitvorhersagen weniger geeignet.“ Vom Regen kann man immer und überall überrascht werden. Derzeit nutzen vor allem Unternehmen die Prognose für langfristige Planungen: Stromkonzerne wegen des Energieverbrauchs, Reiseveranstalter wegen des Bedarfs an Flügen – bis hin zum Eishersteller wegen des Absatzes von Erdbeer, Schokolode und Zitrone. Ein Vorgeschmack auf den Sommer!

David Costanzo

Quelle: tz

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