Neue Liste ist da

Schon wieder Miet-Rekorde

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In vier Stadtteilen kostet der Quadratmeter inzwischen mehr als 15 Euro

München - Dieser Rekord überrascht niemanden mehr: Die Mieten in der Stadt haben neue Spitzenwerte erreicht. Mal wieder! Vor allem im Stadtbezirk Altstadt-Lehel wird es teuer.

„Ein Stillstand wäre in München ja schon eine Schlagzeile wert“, sagt Prof. Stephan Kippes vom Immobilienverband IVD, der am Dienstag die Herbstzahlen für den Münchner Mietmarkt vorgestellt hat. Seit Juli sind die Mieten in fast jedem Viertel gestiegen (siehe Tabelle). In vier Stadtteilen kostet der Quadratmeter mehr als 15 Euro, Altstadt-Lehel hat zum ersten Mal die 16-Euro-Marke geknackt. „München leidet darunter, dass zu wenige Wohnungen geschaffen werden“, sagt Kippes. Ein Grund ist die Entwicklung der Kaufpreise: Diese steigen noch viel stärker als die Mieten. Die Folge: geringere Renditen für Investoren, weniger Anreiz zu bauen. Die tz erklärt die neuen Spitzenmieten:

Altbau: Charme kostet – und zwar so viel wie nie zuvor! Für Altbauwohnungen zahlen Münchner erstmals 15 Euro pro Quadratmeter. Bayernweit liegt der Wert bei acht Euro.

Bestand: Auch wenn die Miete für Bestandswohnungen (Baujahr nach 1950) seit Juli nur um zehn Cent pro Quadratmeter auf 14 Euro gestiegen ist – an Stillstand ist nicht zu denken. „Ohne eine vernünftige Nachverdichtung wird man das Problem nicht in den Griff bekommen“, sagt Kippes. Eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern kostet kalt zwischen 721 Euro im Hasenbergl und 1120 Euro im Lehel.

Neubau:  Die Mietpreise für Neubauwohnungen explodieren – und das schon seit Jahren. Aktueller Stand: 15,70 Euro. „Seit 2005 geht die Entwicklung stetig nach oben“, sagt Kippes.

Häuser: Heftig getroffen hat es die Mieten für Doppelhaushälften im Bestand. 2100 Euro kalt müssen Mieter berappen – 120 Euro mehr als noch vor einem Jahr.

Nebenkosten: Kräftig angezogen hat auch die zweite Miete: Strom und Gas sind seit 2010 um 21 Prozent teurer geworden, Wasser um 10 Prozent. Über eine Zahl dürfen sich Münchens Mieter aber freuen: Die Müllabfuhr kostet sieben Prozent weniger als vor drei Jahren.

Hier sehen Sie eine Grafik über die Entiwicklung der Mietpreise

Isabel Steffens

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