Wieder Tram-Zoff - Stilllegung droht

+
Seit 26. März sind die Variobahnen meist in der Werkstatt.

München - Der Streit um die neuen Münchner Trambahnen: Jetzt droht er zu einer bayerisch-preußischen Zerreißprobe zu werden. Es droht sogar die Stilllegung der Züge.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG fährt schwere Geschütze auf. Sprecherin Bettina Hess: „Wenn Stadler das Problem nicht kurzfristig in den Griff bekommt, müssen die Züge zum 31. August 2012 stillgelegt werden.“

Wie die tz berichtete, sind derzeit nur je drei der 13 von der Firma Stadler in Berlin-Pankow gelieferten Züge (Typ Variobahn) einsatzbereit. Schuld daran sind Gummiteile in den Rädern, die für ein ruhiges Fahrverhalten sorgen sollen. Und einige dieser Teile haben Risse …

Die Regierung von Oberbayern ordnete die tägliche Kontrolle der Züge an. „Grundlage für die Beurteilung der Schäden und die etwaige Abstellung des Zuges zwecks Reparatur ist ein Kriterienkatalog, der mit der zuständigen Aufsichts- und Zulassungsbehörde bei der Regierung von Oberbayern festgelegt wurde“, so Hess.

Stadler hält diese Sicherheitsvorkehrungen für maßlos übertrieben. Die Schäden an den Gummis seien „bei üblicher, regelmäßiger Kontrolle nicht sicherheitsrelevant. Einem weiteren betrieblichen Einsatz der Fahrzeuge steht nichts im Wege“, so Sprecherin Katrin Bock. Tatsächlich fahren die Vario­bahnen, die Stadler nach Potsdam geliefert hat, dort munter weiter. Dort sind vier von sieben Züge betroffen, sie werden nur alle vier Wochen per Sichtprüfung untersucht.

J. Welte

Auch interessant

Meistgelesen

Sperrung auf S4- und S6-Strecke aufgehoben
Sperrung auf S4- und S6-Strecke aufgehoben
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare